Primal Fear METAL COMMANDO

Power Metal, Nuclear Blast/Warner (11 Songs / VÖ: 24.7.)

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Es ist – wie so häufig – die Summe seiner Einzelteile, die dieses Album zum verdienten Soundcheck-Sieger werden lässt. Oder, besser gesagt: die Summe seiner einzelnen Mitglieder. Denn wer auf sämtlichen Positionen derart erstklassig besetzt ist wie Primal Fear, kann das erklärte Ziel kaum noch verfehlen. Welches Ziel? Nun, dies äußert sich unmissverständlich im Titel der neuen Scheibe: METAL COMMANDO. Noch Fragen? Falls ja, sollte man sie an alle sechs Musiker der Band stellen. Ralf Scheepers beispielsweise könnte erklären, weshalb er auch international weiterhin zu den Top-Sängern im klassischen Power Metal gehört. Seine Stimme ist pure Urwüchsigkeit, sein Timbre außergewöhnlich, und seine Botschaft eindeutig: Wir sind gekommen, um das Kommando zu übernehmen!

Neben Scheepers dominieren vor allem die drei Gitarristen das Geschehen auf diesem Album. Alex Beyrodt, Tom Naumann und Magnus Karlsson harmonieren nicht nur Riff-, Hook- und Lead-technisch, sie scheinen sich sogar gegenseitig zu Höchstleistungen anzuspornen. Ein interner Wettbewerb, der speziell in den Soli offenkundig dem Motto folgt: Das soll schnell sein? Dann hör dir mal das an! Fünfter im Bunde ist der Chef himself, Mat Sinner aka Matthias Lasch. Der Mann hat nicht nur die künstlerische und geschäftliche Leitung der Truppe, sondern ist Mr. Clever höchstpersönlich und achtet darauf, dass wirklich sämtliche Power Metal-Anforderungen erfüllt werden.

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Dazu gehören nicht nur Judas Priest-getränkte Uptempo-Feger (‘I’m Alive’, ‘Halo’, ‘My Name Is Fear’, ‘Howl Of The Banshee’, ‘Afterlife’) und üppig intonierte Midtempo-Groover (‘Along Came The Devil’, ‘The Lost & The Forgotten’), sondern natürlich auch die – Achtung: Klischeewort – „obligatorische“ Ballade (‘I Will Be Gone’) und als Finale eine mehr als 13-minütige, feudal intonierte Hymne mit dem staatstragenden Titel ‘Infinity’, die in Aufbau und Arrangement bisweilen an Helloweens ‘The Dark Ride’ erinnert.

Apropos: Bei solch einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Tempi und Rhythmen bedarf es eines erstklassigen Drummers wie Michael Ehré (Gamma Ray, The Unity), der im vergangenen Jahr zu Primal Fear kam und nun seinen neuen Kollegen ordentlich Dampf macht. So gesehen hatte – last but not least – Tonmeister Jacob Hansen vergleichsweise leichtes Spiel, um aus diesen feurigen Zutaten ein heißes Gebräu zu kochen. Kein Zweifel: Das ist ihm gelungen!

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