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Suicidal Angels PROFANE PRAYER

Thrash Metal , Nuclear Blast/RTD (9 Songs / VÖ: 1.3.) 

5.5/ 7
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Nach über zwanzig Jahren Band-Bestehen geht es für Suicidal Angels wieder zurück zu Nuclear Blast, die bereits 2009 das Potenzial der Thrash-Botschafter erkannten. Seitdem steht der Vierer aus Athen zuverlässig für eingängiges und feinstes Genre-Gekloppe, und auch PROFANE PRAYER enttäuscht nicht. ‘When The Lions Die’ sorgt für angemessen epische Stimmung und zeigt mit seinem zackigen Riffing, dynamischen Tempowechseln und den herausfordernden Vocals von Sänger Nick Melissourgos, wo die Reise auch diesmal hingehen soll. Jeder Track ist ein animierendes Headbang-Abenteuer in bester Slayer- und Kreator-Manier, was sich vor allem auf die schrubbenden Riffs (‘Purified By Fire’) und fingerfertigen Soli (‘Crypts Of Madness’, ‘Profane Prayer’) von Gitarrist Gus Drax zurückführen lässt. Die wütend-aufmüpfige „Fuck Off“-Attitüde, welche Melissourgos’ tiefem Gesangsstil zugrunde liegt, besorgt den Rest.

Zwar spielen Suicidal Angels gerne mit Redundanzen, das sorgt aber nur dafür, dass sich ‘The Return Of The Reaper’ oder ‘Guard Of The Insane’ erst recht im Gehörgang einnisten. Die längeren und im Gegensatz zum vorangegangenen Bollwerk fast schon ­hymnenhaften ‘Deathstalker’ und ‘The Fire Paths Of Fate’ markieren die in sich abwechslungsreichen und mächtigen Höhepunkte der Platte. Für Genre-Liebhaber ein Muss, und für jemanden, der nicht im Thrash heimisch ist, es aber dennoch etwas härter mag, ein unterhaltsames und zugängliches Einsteigerwerk.

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