Nach dem Ableben von Necromantia, einer der dienstältesten Black Metal-Bands, formierte Band-Kopf George Zacharopoulos aka The Magus im Jahr darauf eine Band nach seinem Namen. Auf das Debütalbum ΒΥΣΣΟΔΟΜΏΝΤΑΣ aus dem Jahr 2023 folgt nun DAEMONOSOPHIA und setzt dessen Linie fort. Mit anderen Worten: Der Magus bleibt seinen Wurzeln treu. Diese Scheibe setzt nämlich die Tradition dessen fort, was Black Metal griechischer Prägung oftmals ausmacht. Leicht sperriges Songwriting, unorthodoxe Melodieführung und eine Produktion, die eine Nuance vom Genre-Standard abweicht, sorgen dafür, dass man zu keinem Zeitpunkt an skandinavische Bands ähnlicher Stilistik denkt. Genau genommen wäre es eher andersherum, hatten doch Necromantia oder Bands wie Rotting Christ oder Zemial (in die George ebenfalls involviert war) erheblichen Einfluss auf die frühe Black Metal-Szene. DAEMONOSOPHIA merkt man die jahrzehntelange Erfahrung an. Die Songs wirken sehr ausgefeilt, detailverliebt und darüber hinaus überaus abwechslungsreich. Wer ein Faible für okkult angehauchte, durch und durch atmosphärische Musik besitzt, liegt hier daher definitiv richtig.
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