Nach dem überragenden DEATH BY ROCK AND ROLL stellte sich die Frage, wie Taylor Momsen und Co. das toppen wollen. Doch der fünfte Longplayer hält locker mit seinem Vorgänger mit. Wie damals tut sich zwischen den Single-Auskopplungen (unter anderem ‘When I Wake Up’) und dem Rest des Albums höchstens ein Gefälle in Sachen Eingängigkeit auf. Qualitativ fallen Stücke wie ‘Love Me’, ‘Dragonfire’ oder der Titel-Track nicht im Geringsten ab. Und wie die bisherigen Scheiben lebt auch DEAR GOD vom Abwechslungsreichtum – zwischen Heavy Rock, Grunge und Liedermachernummer ist alles möglich. In ‘Spell On You’ paaren Gitarrist Ben Phillips, Bassist Mark Damon, Drummer Jamie Perkins und das neue Lieblingsopfer von Fledermäusen und Spinnen Siebziger Jahre-Psychedelic mit Hit-Potenzial. Zu solch einem starken Song wie dem vor Red Hot Chili Peppers-Vibes nur so strotzenden ‘Rollercoaster Of Life’ sind die Herren Kiedis, Frusciante, Smith und Flea schon länger nicht mehr imstande. Und wie die ausgeklügelten Dynamikspielchen bei ‘For I Am Death’ zeigen, steht hier Songwriting stets über bloßem Abrocken.
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