Dass diese drei Jungs aus Verona zur Spezies der wortwitzigen Vögel zählen, lässt sich schon an der geistreichen Bezeichnung für ihr zweites Album ablesen. Gewiefte Genre-Experten dürften anhand des Band-Namens weiterführend ebenso wittern, was hier gespielt wird. Richtig, Action-Rock nach Hellacopters-Art steht auf dem Programm, und auf diesem Gebiet erweisen sich die Italiener als gar nicht mal so superscheiße. Neben durchweg gelungenem und vor allem gut reingehendem Songwriting sowie authentischem Sound aus der skandinavischen Garage ist der sicher größte Pluspunkt der Platte, dass sich alle drei Mitglieder zuvor bereits in stilistisch doch recht divergierenden Bands von Black Metal über Thrash bis zu Sleaze Rock verdient gemacht haben und nun entsprechend schubladenfern und freigeistig zu Werke gehen. So darf neben den üblichen Vorbildverdächtigen vom Proto-Punk der Stooges über die New York Dolls bis hin zu KISS ein Song wie ‘C’mon (Move It)’ in der Strophe durchaus mit einer funky Basslinie aufwarten oder das Glam-punkige ‘Dying Inside’ plötzlich mit einem Zeitlupenschlepper-Break unvermittelt in ein tiefschwarzes Sabbath-Loch fallen. Aber auch melodische Sleaze-Sternstunden (mit viel Michael Monroe im Sinn) wie ‘Sharp Breath’ oder das sogar noch bessere ‘Sunday Nite’ hat das Trio im Programm.
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