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Metal Hammer

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Steve von Till: Harte Schale, weicher Kern

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Denn ich weiß zwar, wie man ein DIY-Label betreibt und Touren bucht und Platten verkauft, aber das war’s auch schon, von Büchern hab ich keine Ahnung. Ich zeigte ihm das Manuskript, und er sagte: Hey, lass mich das rausbringen! Das war großes Lob für mich. Ich hätte es auch als mein DIY-Vanity-Projekt gemacht, kein Problem, aber dass ein echter Schriftsteller und Verleger es unter seine Flügel nimmt, war sehr ermutigend. Ein toller Start, auf diesem für mich neuen Weg.

MH: Kannst du momentan schon sagen, wie Neurosis von der aktuellen Krise betroffen sind?

SvT: Nein. (Er seufzt zögerlich.) Neurosis hielten den Ball sowieso gerade flach, wir ließen die Energie ausrollen. Die letzten paar Jahre haben wir durchgepowert, daher hatten wir gottseidank nichts, was wir aktuell absagen mussten. Ich selbst hatte gehofft, im August zwei Wochen solo nach Europa kommen zu können; das haben wir natürlich eingestampft. Genau wie alle andere Pläne, diese neue Platte live in den Staaten zu promoten. Es soll wohl nicht sein.

Homeschooling für Kids

MH: Was planst du dann jetzt in den langen Sommerferien?

SvT: Es wird der erste Sommer in Jahren, den ich komplett daheim bin! Das wird interessant. Wahrscheinlich ist es Zeit, hier mehr im Wald zu arbeiten! (lacht) Ich werde mir aber auch neue kreative Wege überlegen, die Platte und das Buch unters Volk zu bringen. Ich habe auch noch Harvestman-Sachen am Start, und auf dem Neurot-Label erscheinen auch ein paar neue Sachen. An Arbeit fehlt es mir nicht – ich muss nur lernen, in einen produktiven Workflow zu kommen. So dankbar ich bin, als Lehrer einen sicheren Job und ein festes Einkommen zu haben, besonders in den USA, wo wir sonst absolut kein Sicherheitsnetz haben, so war ich doch auch ein bisschen neidisch auf all die Leute, die im Lockdown ihre kreativen Projekte durchgezogen haben… Ich habe stattdessen durchgearbeitet und Homeschooling für die Kids online konzipiert. Also muss ich jetzt kreativ werden.

(c) Bobby Cochran

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Adrian Smith: KI ist eine Gefahr für junge Bands

Künstliche Intelligenz wird auch in der Musikindustrie ein immer wichtigerer Bestandteil. Viele Künstler beäugen diese Entwicklung argwöhnisch, mitunter ablehnend, so auch Iron Maiden-Gitarrist Adrian Smith. Wie der Musiker erklärte, sei die Technologie für viele eine Bedrohung – vor allem für junge Bands. Kampf den Maschinen? „Ich mag es einfach nicht“, erklärte Smith über die Verwendung von KI in der Musik gegenüber der argentinischen Plattform ‘UnDinamo - La última Radio de Rock’. „Die Leute scheinen immer mehr mit immer weniger Aufwand zu wollen. Ich finde, der Reiz und der Spaß liegen auch im Weg dorthin, im Prozess selbst und im Kampf.…
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