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„West Memphis Three“: frei nach 18 Jahren wegen satanischer Morde

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Der Mord an drei achtjährigen Jungen hatte 1993 viele Bürger in Amerika erschüttert – als Täter wurden schnell drei Jugendliche festgenommen, gegen die zwar keine absolut stichhaltigen Beweise vorlagen, die aber den Fahndern ins Raster passten.

Damien Echols, Jason Baldwin und Jessie Misskelley wurden als die  „West Memphis Three“ bekannt, die vor allem deswegen verhaftet und verurteilt worden seien, weil sie als Heavy Metal-Fans in ein Täter-Klischee passten. Die Angst vor satanischen Messen und den schlechten Einfluss von Satanismus auf Jugendliche prägte den kompletten Gerichtsfall.

Nach der Verurteilung haben sich viele Musiker, Bands und Schauspieler für die „West Memphis Three“ eingesetzt – unter anderem Disturbed, Johnny Depp und Henry Rollins mit Black Flag. Der lange Atem der Anwälte und eben solcher Helfer hat jetzt zum Erfolg geführt, die drei schon längst nicht mehr Jugendlichen wurden am 19.08.2011 wieder entlassen.

Der Hintergrund ist ein Deal, „Alford“ genannt: sie akzeptierten offiziell, dass der Staat Beweise für ihre Schuld habe, unterstrichen dabei aber erneut ihre Unschuld, das Gericht setzte die Strafe erneut fest – und zwar genau auf die Zeit, die sie schon in Haft waren. Ergo konnten sie nach 18 Jahren dann sofort entlassen werden.

Ob die „West Memphis Three“ weitere Prozesse anstrengen werden, ist noch offen. Wenn sie allerdings erneut von einem Gericht verklagt werden, drohen ihnen sofort Haftstrafen von bis zu 21 Jahren.

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Neue Details zum Mord an Ian Watkins

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