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Spotify zerstöre Bands: Rückzug von Century Media

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Einer der zukunftsträchtigsten Online-Dienste im Musikbusiness ist Spotify. Erst seit 2008 auf dem Markt, bietet Spotify Musik per Stream an. Mit dem Basis-Account lassen sich insgesamt zehn Stunden Musik und ein Titel bis zu fünf Mal monatlich abspielen. Den Service gibt es zwar in vielen europäischen Ländern, in Deutschland allerdings noch nicht.

Das Label Century Media, Heimat von Arch Enemy, Caliban, Heaven Shall Burn und In Flames, sieht in dem Angebot aber eine Gefahr und zieht nach anfänglicher Kooperation alle Bands aus der Plattform zurück. Ihre Künstler würden zu wenig daran verdienen bräuchten schließlich auch Geld zum Leben. Außerdem gingen alle Plattenverkäufe in den Ländern, in denen Spotify etabliert wurde, drastisch zurück.

Dieser Grund scheint für Blogger Vince Neilstein nicht ausreichend zu sein. Er argumentiert: Musik wäre die letzten sechs Jahrzehnte viel zu teuer verkauft worden, da die Technologie ein Album selbst zu produzieren, den Massen einfach nicht zugänglich war. Aufgenommene Musik ist nicht länger rentabel, dass müsse die Industrie begreifen.

Er forderte Century Media daher auf, seine Bands wieder über Spotify streamen zu lassen und erklärt, die Musikindustrie wird sich an den technologischen Fortschritt anpassen. Labels müssen z.B. zu Allround-Managern werden und in ihre Bands investieren.

Century Media kontert, der Blogger könnte ja auch umsonst bei ihnen arbeiten, damit er einen Einblick gewinne, wie ein Unternehmen geführt werde und wie das Business funktioniere. Vince Neilstein, der schon für diverse Labels und Booking-Agenturen gearbeitet hat, bringt seinerseits ein Gegenangebot: er könne auf seiner Website „Metal Sucks“ für ein Jahr kostenlos Werbung für Century Media schalten, wenn diese innerhalb von 48 Stunden ihre Bands wieder über Spotify streamen lassen. Eine Reaktion auf dieses Angebot steht momentan noch aus.

Spotify selbst bedauert in einem Statement den Dissens mit dem Label und dass „Century Media sich dafür entschieden haben, ihre Musik nicht über Spotify ihren Fans anzubieten.“

Davon ungeachtet zieht die Diskussion aber noch weitere Bahnen, denn das Label Earache Records stellt den kompletten Backkatalog zu Künstlern wie Napalm Death, Morbid Angel oder At The Gates zur Verfügung. Insgesamt über 3.500 Songs.

Wie der Streitfall weitergeht, bleibt abzuwarten. Ob Earache oder Century Media den richtigen Weg gewählt haben, werden die nächsten Monate zeigen.

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