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So platt kann eine Sandale sein

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Das auf Georg von Frundsberg zurückgehende Sprichwort besagt: „Viel Feind, viel Ehr.“ Manchmal ist es aber auch umgekehrt. „Viel Ehr, viel Feind.“ Und wer soll das besser wissen, als die von Zack Snyder und Frank Miller hoch stilisierten 300 Krieger um König Leonidas.

Sie – und ihr Film-Hit 300 – müssen jetzt in der Blödelkomödie MEINE FRAU, DIE SPARTANER UND ICH dran glauben.

Vielleicht fragt sich jetzt jemand, was genau man an dem brutalen Gemetzel von 300 veralbern könnte. Hätten sich die Macher besser auch gefragt. Immerhin: Eine Antwort haben sie gefunden. Die Spartaner sind jetzt schwul. Frauen werden also per High-Five begrüßt, die Männer mit Zungenküssen.

Dann gingen die Ideen aus.

Was macht man also: Man würfelt alle aktuellen TV-Show wie American Idol, Next Top Model, Deal or no Deal und so weiter zusammen, lässt alles an A, B und C Prominenz ihren Teil abkriegen und streckt das dünne Drehbuch durch nicht enden wollende Tanz-Szenen. Wenn auch das nicht mehr reicht, muss halt jemandem ins Gesicht gekotzt, gespuckt oder gekackt werden.

Was für ein Vergnügen.

Von den versprochenen 300 Gags sollte man sich dabei nicht täuschen lassen – es sind weniger. Und sobald man glaubt, es geht nicht platter oder langweiliger, legt das Team um Jason Friedberg und Aaron Seltzer nach. Was bei SCARY MOVIE noch lustig war, geht hier vollends in die Hose. Auch wenn Sean Maguire (König Leonides) und Kevin Sorbo (bekannt als „Hercules“, jetzt der Hauptmann) ein wirklich süßes Paar abgeben.

Aber wie bereits angedeutet, ist das der einzige Gag, der wirklich zieht.

Immerhin: Nach 85 Minuten inklusive Abspann ist der Mist vorbei. Und: Es bleibt die Erkenntnis, dass 300 natürlich wahnsinnig stilisiert gewesen ist, aber zur simpel derben Verarsche eben doch nicht reicht.

Wie dieser Unfug in Bildern aussieht, seht ihr oben in der Bildergalerie.

TOBIAS GERBER

Weitere Film-Besprechungen:
+ Rambo I – III Box
+ Saw IV
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