- 08. Mrz 2011
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Als Support-Band bei AC/DC - Boon berichten
Boon sind eine eher kleine Band aus Österreich. Und sie darf AC/DC supporten. Ja genau: AC/DC. Da werden Kinderträume war, Buchsen feucht und auch mal das Muttertagsessen abgesagt. Wie es sich anfühlt, die größte Rock-Band der Welt zu supporten, erzählen Boon euch selber.
Den ganzen Tag verbringe ich damit, auf mein Handy zu starren, da ich auf DIE Nachricht meines Lebens warte. Mein Job (sorry Chefin) läuft etwas an mir vorbei, zu sehr kreisen die Gedanken um das eine Thema. Boon sind doch tatsächlich im Gespräch, die Rock Götter AC/DC bei ihrer Österreich-Show in Wels zu supporten. Im Geiste stemme ich bereits meine Klampfe in Pose und blicke in ein Meer von AC/DC-Fans – kreischend und mit blinkenden Teufelshörnern. Dann kommt die Mail mit dem Betreff: „Hiermit bestätigen wir den Support-Slot der Band Boon beim AC/DC-Konzert am 22.5. in Wels“.
Zwischen meinen „Infoanrufen“ an die Band-Mitglieder läutet das Handy und meine Mom ist dran. Vollkommen im siebten Himmel schwebend schenke ich ihr einen fünfminütigen Redeschwall, wie geil, wie groß, wie unglaublich dass alles für uns ist. Mütterlich-charmant kontert sie: „Aha. Am Sonntag ist Muttertag, was magst denn essen?“
Der Showtag:
Schon sehr zeitig treffen sich die Boon-Jungs im Proberaum, wo wir den geliehenen Sprinter mit Equipment vollstopfen. Nach einigen Irrwegen endlich am Gelände angekommen, staunen wir uns ob der unfassbaren Dimensionen ordentlich Löcher in die Mundritzen. Bevor wir noch richtig realisieren wie uns geschieht, kümmern sich bereits gezählte fünzehn (!) freundliche Stagehands um unser Equipment. Das Wetter riecht nach Schlammschlacht.
Wir ziehen uns in den Backstage-Raum zurück, wo wir im Nachbar-Container die Jungs von Volbeat kennenlernen, die den Slot direkt nach uns haben. Sehr freundliche Guitar-Gangster. Zwischendurch realisieren wir immer mal wieder, wo wir gerade sind und was das für uns bedeutet. Der Regen macht uns zwar etwas Sorgen, doch die Laune steigt je näher die Stagetime rückt.
Der relaxte Stagemanager erklärt uns, dass wir noch 20 Minuten bis zur Show hätten und wir uns gerne auf der Bühne hinter dem AC/DC Equipment weiter aufwärmen können. Was für ein ehrfürchtiges Gefühl, direkt an dem metallenem Rock`N Roll-Train lehnend noch schnell die Finger aufzuwärmen und über sich die „Hells Bells“-Glocke schwingen zu sehen. Einige der „For Those About To Rock“-Kanonen sind auch schon aufgebaut.
Los geht’s.
Beim Opener „Right Now“ und der Refrain-Textzeile „and the sun still shines“ stoppt plötzlich der Regen und den Sonne kommt zum einzigen Mal an diesem Tag durch. Später kommen dafür bei „Thunderstruck“ im AC/DC-Set wie bestellt Blitz und Donner. Jetzt grinsen sich aber erstmal vier Jungs an, während sie um ihr Leben spielen.
Kaum von der Bühne im Backstage-Raum angekommen, erfahren wir, dass wir auch für die Show – drei Tage später in Hannover engagiert wurden, da der Sänger der bis dato bestätigten The New Black, leider im Krankenhaus liegt. Die Reaktionen sind gemischt, da wir uns natürlich sehr über diese Möglichkeit freuen, es andererseits aber richtig traurig finden: The New Black haben sich mindestens genauso auf ihren Auftritt gefreut, wie wir uns auf den unsrigen.
>>> Weiter zur Show in Hannover
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