Toggle menu

Metal Hammer

Search

Lantlos NEON Review

teilen
mailen
teilen
von

Liebe oder Hass, es gibt nichts dazwischen: Wie bei vielen Prophecy-Veröffentlichungen gibt es auch bei dem zweiten Album von Lantlôs keinen Mittelweg, kein „passt schon, aber…“. Das neue Werk .NEON ist eine Platte, die fordert. Rasende Black Metal-Attacken prallen ungebremst auf episch-sphärische Rock-Parts, doch gerade in dieser Kollision liegt die Stärke der Scheibe.

Chefdenker Herbst, der für die Kompositionen verantwortlich ist, hat sie Neige (Alcest) auf den Leib geschneidert, und dass der Franzose verstanden hat, wie der Grenzgang zwischen rauer Schwärze und introvertierten Klangmanifesten funktioniert, wissen wir spätestens seit ÉCAILLES DE LUNE. Doch trotz der unbestreitbaren geistigen wie musikalischen Nähe zwischen diesen beiden Gruppen bestehen doch Unterschiede und Eigenheiten, so dass die Originalität nicht auf der Strecke bleibt.

Generell gesagt: .NEON klingt insgesamt mehr nach Anathema als nach …In The Woods, der Rock-Anteil überwiegt also prozentual. Und das ist gut so – denn gerade in den ausladenden, cineastischen, introvertierten Momenten sind Lantlôs am überzeugendsten. Obwohl ein Song wie ‘Neige De Mars’ bitte auch in Zukunft auf keinen Fall fehlen sollte.

Petra Schurer


ÄHNLICHE KRITIKEN

Lantlôs :: Agape

Averse Sefira ADVENT PARALLAX Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Caleb Shomo reagiert auf Kritik zu ‘Free’

Frontmann Caleb Shomo will sich selbst und seiner Kunst mit Beartooth treu bleiben. Egal, was Kritiker daran auszusetzen haben.

Ozzy Osbourne hat Ronnie James Dio nicht gehasst

Wie ein ehemaliges Black Sabbath-Mitglied verrät, hegte Ozzy Osbourne überhaupt keinen Groll gegen Ronnie James Dio.

Sleep Token zu hassen ist elitär, findet Doc Coyle

Der frühere Bad Wolves-Gitarrist Doc Coyle bricht eine Lanze für Sleep Token. Bands im Zuge eines Trends zu hassen, sei uncool.

teilen
mailen
teilen
Saitenhieb: Prophet Lars Ulrich

Liebe Rocker! Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt. So geschehen 2000, als sich Lars Ulrich auf die kurzen Hinterbeine stellte und gegen Tauschbörsen der Kategorie Napster bellte (um mal im Reimschema zu bleiben). Der Aufschrei in der Netzgemeinde war groß – Tenor: Dieser Multi­millionär gönnt seinen Fans (also uns) den Dreck unter dem Fingernagel nicht. Skandal! Dabei haben wir diesem Raffzahn doch seine Villa, seine Gemälde plus Privat-Jet finanziert. Das stimmt. Aber freiwillig. Und im Austausch gegen eine Leistung. Mit Napster geriet das Ganze dann ins Ungleich­gewicht. Die User erhielten…
Weiterlesen
Zur Startseite