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AC/DC-Gitarrist Malcolm Young hätte heute seinen 72. Geburtstag gefeiert

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Malcolm Young war mit seiner Rhythmusarbeit das Fundament für den unverwechselbaren Sound von AC/DC – einfach, kraftvoll und auf den Punkt. Mit seiner Gretsch Jet Firebird, die er im Lauf der Jahre immer wieder modifizierte, schuf er einen Klang, der gleichzeitig die Energie des Rock einfing und mit der Präzision eines Metronoms vorangetrieben wurde.

Malcolm Young als Motor der Band

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Trotz dieser spielerischen Perfektion war Young nie der Typ für den Vordergrund. Er zog es vor, die Band mit stoischer Ruhe im Hintergrund anzutreiben. Während sein jüngerer Bruder Angus Young die Bühne mit Soli und seiner ikonischen Schuluniform dominierte, war der Musiker der Motor der Band und ein unermüdlicher Taktgeber. „Malcolm war die treibende Kraft hinter der Band“, schrieb Angus in seinem Nachruf. Tatsächlich war es Malcolm, der 1973 die Vision hatte, die Formation zu gründen. Mit seiner unerschütterlichen Arbeitsmoral und einer klaren musikalischen Vorstellung wurde er zum strategischen Kopf der Instanz. Er war zudem Mitschreiber unzähliger Hits wie beispielsweise ‘Highway To Hell’ oder ‘Back In Black’.

Das Leben des Gitarristen war allerdings nicht frei von Hindernissen. 1988 musste er eine Tournee wegen seiner Alkoholsucht abbrechen. In dieser Zeit übernahm sein Neffe Stevie Young die Rhythmusgitarre. Malcolm kehrte später gestärkt und entschlossen zurück und führte die Band unter anderen mit der Platte THE RAZORS EDGE (1990) zu neuen Höhen.

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Rock-Genie bis zum Schluss

In den 2000er Jahren verschlechterte sich sein Gesundheitszustand massiv. Lungenkrebs, Herzprobleme und schließlich Demenz zwangen ihn 2014 dazu, AC/DC zu verlassen. Seine letzten Jahre verbrachte er in einem Pflegeheim in Sydney. Sein Einfluss auf die Gruppe blieb trotz dieser Rückschläge ungebrochen: Viele der Ideen für das Album ROCK OR BUST (2014) basieren auf früheren Song-Skizzen von ihm.

Am 18. November 2017 verstarb der Musiker im Alter von 64 Jahren. Seine Musik inspiriert noch immer Generationen von Gitarristen und Fans weltweit. „Alles, was wir wollten, war Lärm zu machen“, sagte er einmal.


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