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Alcest: Die Hörprobe von SPIRITUAL INSTINCT

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Den kompletten Bericht von der Listening Session mit Alcest findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Septemberausgabe.

Im Vorfeld zur Veröffentlichung des kommenden Albums SPIRITUAL INSTINCT lud Nuclear Blast, das neue Label von Alcest, einige Pressevertreter zur Listening Session in Berlin ein.

Die Hörprobe: SPIRITUAL INSTINCT

VÖ: 25. Oktober

Les Jardins De Minuit

Fängt ähnlich an wie der Opener von KODAMA – recht zügig setzen jedoch quietschende Lead-Gitarren ein und schneiden sich in die Gehörgänge, begleitet vom Neige-typischen, sphärischen Gesang, der größtenteils aus Vokalen besteht. Im weiteren Verlauf kommen Screams und heftiges Gitarrengeschrammel dazu, aber auch Halftime-Parts und deutlicher artikulierte Klarstimmen. Es deutet sich bereits an, was sich später bestätigen wird: Dieses Album ist wesentlich progressiver und unvorhersehbarer als sein Vorgänger.

Protection

Die erste Single von SPIRITUAL INSTINCT steigt instant-heavy im Midtempo ein. Ein abrupter Bruch führt in schnellere, triolisch-vertrackte Gefilde, die erstmals Tool-Anleihen durchblitzen lassen. Klargesang wechselt sich mit Schreien ab, es wird nicht, wie beim Opener, Stimme um Stimme überlagert. Dadurch wirkt alles direkter, reduzierter. Nach einer Weile pegeln sich Alcest wieder auf langsame und sphärische Gitarrenklänge ein – die Nummer endet klar und verträumt.

Sapphire

Eine Gitarrenmelodie steht allein, bis ein im Mix enorm präsentes, trockenes Schlagzeug den Sound um Toms, Snare und Bassdrum ergänzt. Als die Becken dazukommen, entwickelt sich das Lied ebenfalls in Richtung Midtempo-Heavy Rock, bevor der Metal mittels Gitarrenwänden Einzug hält. Dennoch bleibt ‘Sapphire’ insgesamt schleppend und Groove-betont – Screams werden nur sparsam und tief in den Mix eingebettet verwendet.

L’Île Des Morts

Eine Hommage an Arnold Böcklin? Auf der „Toteninsel“ wird sich abermals bei Tool bedient. Tribal-Rhythmik mit heftigem Tom-Einsatz in den Strophen, vertrackte Riffs und die bis dato höchsten Gesangsmelodien auf SPIRITUAL INSTICT machen diesen Titel zu einer besonderen Perle innerhalb der Tracklist. Es wird richtig heavy, ebbt ab, bleibt ein Weilchen instrumental, endet sanft… und beginnt von neuem. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Fröhlich trotz Doublebass

Le Miroir

Ein langsamer, harter Aufbau mit fetten Drums und verzerrten Gitarren: Es wird lauter und lauter – und ist auf einmal klar. Gitarren stehen ohne Schlagzeug da, Folk-Anleihen in der Melodie erwecken beinahe mittelalterliche Assoziationen. Gesang stößt dazu, dann sparsam das Schlagzeug mit Toms auf den Vierteln. Später gibt es einen richtigen Groove, allerdings mit nur minimalem Snare-Einsatz. Bei diesem Song kommt Neiges Dead Can Dance-Einfluss besonders zum Vorschein. Ein ruhiges Gitarren-Outro macht ‘Le Miroir’ komplett (diesmal ist danach auch wirklich Schluss).

Spiritual Instinct

Auch beim letzten Stück hat Winterhalter perkussiv im afrikanischen Raum gewildert und sich progressiv an Tribal-Beats ausprobiert. ‘Spiritual Instinct’ ist über weite Strecken instrumental oder wird nur von den Neige-typischen gesungenen Vokalen begleitet. Die Melodie Letzterer weckt streckenweise Assoziationen mit Type O Negatives ‘Love You To Death’. Es handelt sich bei ‘Spiritual Instinct’ definitiv um den fröhlichsten Song der Platte – und das trotz Doublebass. Ein anschmiegsamer Rausschmeißer in Dur.

KODAMA bei Amazon

Fazit: Alcest werden sich wohl nie final auf einen Stil einpendeln. SPIRITUAL INSTINCT vereint die bewährten Elemente ihres Sounds abermals mit spannenden Neuerungen und wird mit Sicherheit einige Wellen schlagen.

Den kompletten Bericht von der Listening Session mit Alcest findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Septemberausgabe.

(c) Andy Julia

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Den kompletten Bericht von der Listening Session mit Hammerfall findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-August-Ausgabe. Klappe, die dritte nach der Wiederkehr von Hammerfall. Auf das Kokettieren mit Umwälzung und Entwicklung von 2014 sowie dem klar formulierten Ewigkeitsanspruch aus dem Jahr 2016 folgt nun das Streben nach Herrschaft. Die Hörprobe: DOMINION VÖ: 16. August Never Forgive, Never Forget Instrumentaler Beginn, der – passend zu Kriegsthematik und -zitaten – in unbarmherzige Haudraufrhythmen mündet. Später heller Gesang, ein furioses Solo, sachte Chöre und nostalgischer Ausklang. Längstes Stück der Platte. Dominion Ein pompöses Haupt-Riff und harte Schläge führen den Rhythmus. Cans’ hohen Gesang kontrastiert…
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