Alice Cooper: Meilenmonster

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Das komplette Interview mit Alice Cooper findet ihr in der METAL HAMMER-Septemberausgabe 2023, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Stand DETROIT STORIES, das letzte Album des Schock Rock-Pioniers, ganz im Zeichen seiner langjährigen Wahlheimat im Staate Michigan, widmet sich der 75-Jährige, der zu High School-Zeiten – damals noch als Vincent Furnier – zum ersten Mal Bühnenblut geleckt hatte, jener Beschäftigung, die mehr als zwei Drittel seiner bisherigen Lebenszeit in Anspruch genommen hat: dem fahrenden Musikerleben. „Die Grundidee hinter diesem Album war zu zeigen, wie eingespielt und stark meine Liveband ist. Und die Zeit, die ich mit ihr verbringe, ist nun mal jene, wenn wir zusammen touren.

Insofern war das Thema von ROAD klar: das Leben auf Achse. Mit all seinen unterschiedlichen Aspekten. Ich habe den Bandenmit­gliedern recht freigestellt, worüber sie schreiben, solange es zum Oberthema passte. Nachdem sie dann die Songs eingebracht hatten, haben Bob Ezrin und ich diese wie Chirurgen auseinandergenommen und sie als Alice Cooper-Songs neu zusammengesetzt“, verrät der Meister die 2011 wieder aufgenommene Albumarbeits­weise mit seinem Stammproduzenten.

„Rambos Figur und das Hirn von Jerry Lewis.“

„Es gibt so viele gute Musiker und ich habe immer gerne bestimmte Leute für bestimmte Songs ausgesucht. Aber diesmal ging es primär um meine Band. Und die Tatsache, dass wir die Aufnahmen nicht stückeln, sondern diesmal alle alles zusammen live im Studio einspielen.“ Der enge Band-Kreis wurde diesmal lediglich für ein paar auserwählte Gitarrengäste wie unter anderem MC5-Bruder Wayne Kramer, Rage Against The Machines Tom Morello oder Kane Roberts erweitert. Letzterer war schon in den Achtzigern Coopers rechte Klampfenhand und letztes Jahr – während sich Live-Gitarristin Nita Strauss zwischenzeitlich dem Tournee-Ensemble der Pop-Sängerin Demi Lovato angeschlossen und zudem neuem Solomaterial gewidmet hatte – gar vorübergehend in Coopers Band zurückgekehrt.

„In meiner Band herrscht das Prinzip der offenen Tür. Anders gesagt: Wenn jemand ein Jahr lang etwas anderes für sich und seine Musik machen möchte, dann bestärke ich ihn darin, dies zu tun. Ich habe daraufhin die Band gefragt, wen wir als Ersatz für Nita anheuern sollten. Alle wollten Kane Roberts. Kane ist einer meiner absoluten Lieblingsmenschen. Er hat Rambos Figur und das Hirn von Jerry Lewis. Er ist einer der witzigsten Typen, die ich kenne“, charakterisiert Cooper den musikalischen Muskelmann, der den Song ‘Dead Don’t Dance’ mit seinen Shredder-Qualitäten veredelt, nachdem er Cooper bei dessen erstem Comeback in den Achtzigern auf Alben wie CONSTRICTOR (1986) oder RAISE YOUR FIST AND YELL (1987) einst zu deutlich mehr metallischer Kante verholfen hatte.

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Dürr bleiben

„Ich kam damals gerade aus dem Krankenhaus zurück, hatte Alkohol und allem anderen entsagt und war komplett nüchtern. Ich wollte nicht als humpelndes Weichei zurückkehren, sondern den Alice Cooper-Sound deutlich verhärten. Also habe ich mich mit Kane zusammengetan und wir haben diese Metal-Alben gemacht. Wir haben zusammen die Songs geschrieben, Horror- und Splatter-Filme geschaut und ich habe sogar angefangen, mit ihm zu trainieren und echte Muskeln aufzubauen. Bis mir dann auffiel, dass Alice besser kein Bodybuilder sein sollte, so wie Kane es fast schon professionell war, sondern er doch lieber dürr bleiben sollte“, kommentiert Cooper lachend.

Was Alice Cooper mit Bob Ezrin verbindet, wie innig die Beziehung zu seiner Ehefrau seit nunmehr 47 Jahren ist und was 1970 in Detroit los war, lest ihr in der METAL HAMMER-Septemberausgabe 2023, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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