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Alissa White-Gluz: Vorteile und Nachteile von KI

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Die Nutzung von KI spaltet aktuell Meinungen wie kaum ein anderes Thema, und auch im Metal laufen die Diskussionen auf Hochtouren. Sängerin Alissa White-Gluz (Ex-Arch Enemy) wägt im Interview mit EMP die Vorteile und Nachteile der Programme ab und versucht, diplomatisch an die Sache heranzugehen.

Werkzeug

Sie sagt: „Ich glaube, dass KI ein nützliches Werkzeug für Wissenschaft und Medizin sein kann. Ich bin gespannt, was sie da noch macht. Jahrzehnte von Studien blitzschnell lesen zu können, Schlüsse und Vergleiche ziehen zu können, könnte sehr hilfreich sein, um Heilmittel für chronische Erkrankungen zu finden und Menschen zu helfen. Dafür liebe ich KI. 

Trotzdem ist sie noch nicht ausgereift genug, um nicht auch schwere Fehler in diesen Gebieten machen zu können. Deswegen muss sowieso immer ein Mensch die Arbeit überprüfen. Trotzdem glaube ich, dass sie nützlich werden kann. Gleichzeitig finde ich auch, dass sie in der Kunst für bestimmte Dinge gut sein kann“, meint die Sängerin.

KI in der Kunst

Sie sieht Künstliche Intelligenz auch in der Kunst als nützliches Werkzeug. Sie sagt: „Beispielsweise, wenn man eine Schreibblockade hat. Wenn ich nicht weiter weiß, gehe ich in ein Museum und schaue mir beispielsweise Gemälde an. Aber wenn ich auf Tournee bin oder gerade ein Schneesturm tobt, kann ich das nicht. Hier ist gerade ein Schneesturm, deswegen komme ich darauf. 

Wenn man sich dann beispielsweise düstere, surrealistische Kunst ansehen will, kann man das prompten und bekommt etwas Cooles zurück. Wenn man das sieht, bekommt man vielleicht eine Idee für ein Gedicht, ein Lied oder ein Outfit. Es kann nützlich sein, um dem Gehirn eine kleine Starthilfe zu geben“, erklärt White-Gluz.

Realitätsverlust

Dennoch ist sie sich der Gefahren auch bewusst: „Wenn ich ein Video oder ein Bild ansehe und Musik höre, erkenne ich, ob es KI ist. Ich weiß aber, dass das nicht jeder kann. Menschen, die nicht in diesem Beruf tätig sind oder ältere Generationen, die es nicht gewohnt sind, auf Bildschirme zu blicken, tun sich damit vielleicht schwer. Das kann gefährlich sein.

Außerdem sind wir noch ganz am Anfang. Morgen kann es vielleicht schon unerkennbar sein. Es ist jetzt schon sehr nah an der Realität. Ich glaube, dass die größte Gefahr darin liegt, dass wir keinen Referenzwert mehr für die Wahrheit haben. Wir können nicht mehr genau festmachen, was echt ist und was nicht“, kritisiert die Musikerin.

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Sie mutmaßt, dass die Welt deswegen aktuell außer Kontrolle sei und Menschen deswegen aktuell verunsichert seien. Sie fasst zusammen: „Wir wissen nicht mehr, womit wir es eigentlich zu tun haben. Menschen verlieren leichter ihre Jobs und ihre Karrieren und werden leichter ausgenutzt. Ich will nicht nihilistisch sein, aber ich glaube nicht, dass man es noch aufhalten kann. Deswegen sollten wir uns so gut es geht vorbereiten.“


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