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Angenehm unbequem: Bei War From A Harlots Mouth zur Hörprobe

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Dem pubertären Ansatz, die Stücke möglichst kompliziert zu gestalten, sind War From A Harlots Mouth längst entwachsen. „Früher wollten wir uns mit jedem neuen Album vom Vorgänger unterscheiden“, resümiert Bassist Filip Hantusch. „Heute versuchen wir primär, Songs zu schreiben, was uns in der Vergangenheit nicht immer gelungen ist.“ Gitarrist und Produzent Simon Hawemann ergänzt: „Im Gegensatz zum Vorgänger MMX verzichten wir diesmal auf jegliche Jazz-Elemente. Für das neue Material spielt die Stimmung der Songs eine viel wichtigere Rolle.“

(…)

„Ich habe viel Klassik gehört“, verrät Simon. „Dort finden sich jede Menge Intervalle, die von Gitarrenlehrern wahrscheinlich zunächst mal als falsch abgelehnt werden. Wir haben sie dennoch verwendet und erreichen damit eine ganz eigene Klangfarbe.“ Die beklemmende Atmosphäre der Songs unterstreicht die Thematik von VOYEUR. Ein Konzept, welches sich schon beim Vorgänger MMX andeutete.

„Die neuen Songs beschäftigen sich mit Voyeurismus in all seinen Facetten“, erklärt Simon. „Das beinhaltet neben dem untergeordneten sexuellen Aspekt auch das Thema Stalker, das Gefühl der Paranoia, die Angst vor dem Angestarrtwerden und das Verhältnis von Täter zu Opfer. Dies spiegelt sich im unbequemen und unangenehmen Klang des Albums wider.“

(…)

Die Hörprobe: So klingt VOYEUR (VÖ: 19.10.2012)

VERTIGO
Grooviges Riff-Monster mit disso­nanten ­Elementen, komplexen und ­sperrigen Midtempo-Konstruktionen sowie kurzen, heftigen Eruptionen.
TERRIFIER
Der Song erinnert an die Meshuggah-Rhythmen von MMX. Zwischen rasenden Blastbeats versteckt sich eine überraschend ­melodiöse Hookline. „Ja, das ist unser Popsong“, kommentiert die Band scherzhaft.
OF FEAR AND TOTAL CONTROL
Ein polyrhythmisches Gebilde aus tief sägenden Gitarren mit ­verstörender Atmosphäre.
TEMPLE
Futter für die Pits: Ein für War From A Harlots Mouth-Verhältnisse überraschend eingängiges Stück mit hinterhältigem Groove und zersampelten Gitarrenläufen.
THE BLACK LODGE
Hyperschnelle Blastbeat-Attacke mit Black Metal-Vibe. Hochgeschwindigkeitspassagen wechseln mit schrägen Akkorden und einem melodischen Gitarrensolo.
TO THE VILLAINS
Dieses Stück bildet den Ausgangspunkt des neuen Albums und wurde bereits während der letzten Tour vorgestellt. Ein Knochenbrecher zwischen Groove und Grind.
KRYCEK
Eine zähe Doomcore-Wand, welche von einer finsteren, verletzlich klingenden siebensaitigen Melodie eröffnet wird. Das langsamste Stück bis hierhin.
SCOPOPHOBIA
Ungewöhnlicher Song, der vom Wechsel zwischen Raserei und melodischem Klargesang von Gastsänger Arkadi Zaslavski (Dioramic) lebt und an die depressiv-kalten Deftones erinnert.
CATACOMBÆ
Sperrige Nummer, welche sich an die klassische Struktur von Mussorgskys ‘Bilder einer Ausstellung’ anlehnt. Im ersten Teil noch mörderisch schnell, kippt sie jedoch plötzlich und endet in weichen, dissonanten Cello-Klängen.
DOLPH LUNDGREN (Bonustrack)
Die Coverversion der kalifornischen Noise-Legende Will Haven wird voraussichtlich als Bonustrack veröffentlicht.


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