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Axl Rose und AC/DC: Das sagt die METAL HAMMER-Redaktion zur unwahrscheinlichsten Rock-Liaison aller Zeiten

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Thomas Strater: 

“Sieht man sich den Reunion-Auftritt im Troubadour an, scheint Axl wieder ganz gut bei Stimme zu sein. Dass er trotz schwieriger, nun ja, Jahrzehnte einer der letzten großen Rock’n’Roll-Entertainer ist, steht außer Frage. Die Frage lautet vielmehr, warum AC/DC dieses Risiko eingehen? Finanzielle Gründe dürften hier nicht ausschlaggebend sein, und dass der Tag X kommen würde, war abzusehen. Trotzdem muss man ihnen eine Chance geben. Es bleibt zwar nebulös, aber am Ende gibt es nur „hopp oder top“ – ein „ganz nett“ ist für diese Band wohl nicht denkbar.” 

Martin Wickler: 

“Also ehrlich, AC/DC mit Justin Bieber, das wäre mal eine News (okay, der steht ja eher auf Dark Funeral). Aber Axl? Passt doch. Gut, leicht gesagt von jemand, der sich aus eigenem Antrieb weder Guns’n’Roses noch AC/DC anhört. Doch was wäre die Alternative gewesen? Aufhören? Nee, Angus muss man an die Rente denken. Schade, aber besser so, als mit einer gesichtslosen Brian Johnson-Kopie. Mei, den Ripper hätte ich gehailed. Oder Dani Filth, das hätte auch optisch gepasst.”

Manuel Liebler: 

“Was für ein Heavy Wochenende: Axl „Dabbelju“ Rose ist mitten im AC/DC-Kosmos. Aber Ernst beiseite: Brian Johnson krakeelt in einer hohen Stimmlage und Axl Rose ebenfalls. Dass dies durchaus auch bei AC/DC-Songs funktionieren kann, hörte man erst vor kurzem beim flotten Dreier Guns`n`Roses, Agnus Young und dem Aussie-Doppelschlag ´Whole Lotta Rosie`/´Riff Raff` auf dem Coachella-Festival. Sicher wären Marc Storace, Angry Anderson oder der Sänger der Waldschneckfischbacher AC/DC-Coverband die trvere Wahl gewesen. Aber wegen diesen Herrschaften kauft der anonyme Freizeit-Rocker sicher kein H&M-Shirt und erst recht kein 100 Euro-Ticket von einer Band mit nur noch einem Original-Mitglied. Wer das Orchester bezahlt bestimmt eben die Musik. Also denkt einfach noch mal drüber nach!” 

Tilmann Rohlf: 

“Die Argumente: „Guck’s dir halt nicht an, wenn’s dir nicht gefällt“ oder „Vor 30 Jahren haben wegen Johnsons auch alle gemeckert“? Geschenkt! Ich jedenfalls bin froh, AC/DC letztes Jahr noch mal gesehen zu haben. Jetzt weiter zu machen – und dann auch noch mit einer so absurden Personalie wie Axl Rose – hat für mich den faden Beigeschmack der „Geldgier“. Da müssen noch lukrative Verträge erfüllt werden – anders kann ich mir das Ganze nicht erklären.”

Morten Wenzek:

“Bei AC/DC kauft man nicht ein Individuum, sondern ein Kollektiv an außergewöhnlich eingängigen Rock-Songs. Und diese kann jeder neu interpretieren. Die Bandmitglieder sind absolute Profis und verkraften jeden Besetzungswechsel. Ebenso die Fans. Schon der Ausstieg von Gitarrist Malcolm Young blieb ohne Folgen. Axl Rose wird deshalb Brian Johnson ersetzen. Vielleicht gibt es jetzt aber den ein oder anderen Skandal.”

Lisa Gratzke:

“Axl Rose singt für AC/DC? Eine Schlagzeile die viele Fans wohl allenfalls am 1. April mit einem Augenzwinkern hingenommen hätten. Der Mann, dessen Stimme zu 100 Prozent für Guns N’ Roses steht, soll nun den Platz von Brian Johnson einnehmen – eine Konstellation die irgendwie nicht so ganz im Gehirn ankommen mag. Dennoch sollten die Herren von AC/DC nach so vielen Jahren im Musikgeschäft doch wissen was sie tun und ihr Handeln klar bedacht haben. Was neben all dem Stirnrunzeln bleibt, ist zugegebenermaßen pure Neugierde und die Hoffnung, dass AC/DC ihren Legendenstatus mit dieser Entscheidung –  im wahrsten Sinne des Wortes – nicht verspielt haben.”


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Bon Scott war ein Rumtreiber, erinnert sich Tony Platt

Tony Platt hat für solch illustre Bands und Künstler wie Cheap Trick, Bob Marley, Buddy Guy, Foreigner, The Mighty Mighty Bosstones, Sparks, The Boomtown Rats, Motörhead und Testament gearbeitet. Für AC/DC hat der Brite die Alben HIGHWAY TO HELL (1979) sowie BACK IN BLACK (1980) gemischt. In einem aktuellen Interview mit Rock Candy hat sich der Brite an Anekdoten über Bon Scott sowie die Zielvorgabe von Produzent Mutt Lange bei HIGHWAY TO HELL erinnert. Für immer verschwunden "Es ist immer schwierig zu wissen, wie einen so etwas trifft", sinniert Platt über den Tod des 1980 verstorbenen, ikonischen AC/DC-Frontmanns Bon Scott.…
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