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Behemoth-Boss Nergal siegt vor Gericht

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Behemoth-Frontmann Adam Darski aka Nergal hat vor Gericht einen wichtigen Sieg errungen. So war der polnische Black-Metaller Anfang des Jahres für ein Foto seines Fußes auf einem Marienbild für die Verletzung religiöser Gefühle zu einer Geldstrafe von 3.500 Polnischen Złoty (rund 770 Euro) verurteilt worden. Nachdem der Musiker Berufung eingelegt hatte, wurde das Verfahren nun eingestellt.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

In der Urteilbegründung schreibt der zuständige Richter, dass das besagte Foto, welches Nergal gepostet hat, nur auf seinen Sozialen Medien verfügbar war. Demzufolge konnte das Bild nur eine bestimmte Gruppe von Leute sehen, die es auch erst nach einer Vorwarnung anschauen konnten. Zum Bild war nämlich geschrieben: „Der Inhalt auf diesem Profil könnte deine religiösen und andere Gefühle verletzen. Wenn du nicht willst, dass das passiert, höre auf, mir zu folgen.“ Der Behemoth-Mastermind hat seiner Freude über die Einstellung des Verfahrens in einem Instagram-Post Ausdruck verliehen.

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Dort schreibt Nergal: „Verfahren eingestellt. Es ist nichts Kontroverses am Urteilsspruch der Jury, also kommt damit klar, verdammt noch mal. Letzten Endes leben wir in einem zivilisierten und demokratischen Land — immer noch. Der gesunde Menschenverstand schlägt die fundamentalistische Agenda deutlich. Das bedeutet einen weiteren Schritt dahin, dass Polen ein säkularer Staat bleibt. Ich weiß, es ist wie mit einer Wand zu reden, aber an alle meine Gegner: Kommt mir nicht mit dem ‚Mach das Gleiche mit dem Koran‘-Mist. Dieses Gewäsch ist alt und irrelevant. Ich werde hier weiter viel posten, einfach weil ich es liebe, zwischen der einen Hälfte von euch lieben Followern, die mir für den gewonnenen Kampf gratulieren, und der der anderen Hälfte, die mich gerne gekreuzigt sehen würde, zu polarisieren.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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