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Beim Tanz mit: Enter Shikari + Young Guns

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Mit ihrem neuen Album A FLASH FLOOD OF COLOUR haben Enter Shikari nicht nur im METAL HAMMER Soundcheck überzeugt (Rang 8), auch die Fanbase zeigt sich begeistert vom neuen Trance-Metal-Bastard der Jungs aus dem schönen St. Albans im großen Britannien und pilgert scharenweise in die Hamburger Markthalle, die an diesem Montagabend kurz vor ausverkauft ist.

Wer sich an der offiziellen Auftaktzeit von 20 Uhr orientiert, verpasst leider den Auftritt des britischen The James Cleaver Quintet, das schon um 19.30 Uhr auf der Bühne steht und mit seinem chaotischen, punkgeschwängerten Rocksound einen stimmungsvollen Einstieg abliefert – soweit sich das anhand der letzten beiden Songs beurteilen lässt.

Im Anschluss schießen die Young Guns auf die Bretter und liefern ein buntes Alternative-Rock-Potpourri aus ihrem Debüt ALL OUR KINGS ARE DEAD und dem just erschienenen Zweitwerk BONES ab. Nichts wirklich Außergewöhnliches, aber die Young Guns haben vor allem mit den neuen Songs (wie ‘Dearly Departed’, ‘Towers (On My Way)’ oder dem BONES-Titeltrack) ein paar gefällige Melodie-Ungeheuer im Gepäck, geben auf der Bühne nonstop Vollgas und erinnern dabei mitunter an den beschwingten Charme von The Gaslight Anthem.

Doch das alles kann nur schmückendes Beiwerk sein für den Auftritt von Enter Shikari, die um 21:30 Uhr die Instrumente anstöpseln, Synthesizer ölen, Laser anwerfen und mit unbändiger Wucht und dem Opener-Double ‘System…’ / ‘…Meltdown’ des aktuellen Albums auf der Bühne detonieren. Nur ganz selten sieht man eine Band, die derart euphorisch und sympathisch ungekünstelt performt und dabei doch eine von vorne bis hinter perfekt durchkomponierte Show abliefert. Eigentlich nur mit Highspeed-Kameras einzufangen, wuseln Sänger Rou, Basser Chris und Gitarrist Rory über die Bühne, während Trommler Rob auf sein Drumkit eindrischt und dabei jede Textzeile mitgrölt. Wuchtig kollidieren Trance-Beats mit sirrenden Riffs, fast schizophren alterniert Rous Sprechgesang mit Rap-Parts, garstigem Keifen, Gangshouts und harmonischen Gesangslinien (wobei man nicht immer genau sagen kann, was nun aus der Konserve kommt und was nicht), während sich die grellbunte Lasershow in die Iris brennt. Rory springt mit seiner Gitarre über den Graben in die Menge oder von einer zwei Meter hohen Box herunter, Chris pest von einer Bühnenseite zur anderen, Rou springt umher und zieht sich immer mal wieder in seine Box zurück, um die kuriosesten Electro-Spielereien in dieses Soundmischmasch des Wahnsinns einzubinden.


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