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Black Sabbath: Metal-Legenden im Doppel-Interview

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Black Sabbath funktionierten viele Jahre auch ohne Ozzy. Ozzy wiederum konnte ebenso lange als Solokünstler überleben. Weshalb ist es dennoch etwas Besonderes, wenn ihr beide gemeinsam an einem Projekt arbeitet?

Ozzy Osbourne: “Man kann es nur schwer beschreiben, denn für uns ist das eine vollkommen natürliche Sache. Wenn wir zusammensitzen, entstehen die Dinge von ganz allein. Die Songs auf meinen Soloscheiben haben meist ein strikteres Muster, sie folgen oft der Formel „Riff – Vers – Chorus – Vers – Chorus – Solo – Chorus“. Bei Black Sabbath gibt es keine Formeln. Die Songs haben unterschiedliche Strukturen, sind mal jazzig, wechseln plötzlich das Tempo, um anschließend zum Original-Riff zurückzukehren, und halten sich an keinerlei Zeitvorgaben. Wenn ein Song gut ist und zehn Minuten dauert, dann dauert er eben zehn Minuten. Dann wird nichts gekürzt oder geändert.”

Also war euer größter Hit ‘Paranoid’ purer Zufall? Immerhin habt ihr ihn – glaubt man berufenen Geschichtsschreibern – innerhalb kürzester Zeit komponiert, und sogar sofort in der perfekten Single-Länge.

Ozzy: “‘Paranoid’ war niemals als Single geplant. Wir arbeiteten im Studio an unserem zweiten Album, das ursprünglich WAR PIGS heißen sollte. Hast du dir mal das Cover genau angeschaut? Es war schon gedruckt, bevor wir den Song ‘Paranoid’ komponierten. Uns fehlte noch ein Song, wir brauchten noch ein oder zwei Ideen. Also sagte unser Produzent Rodger Bain: „Setzt euch hin und jammt.“ Tony kam mit dem berühmten Riff, ich hatte sofort diese Melodie im Kopf. In Nullkommanichts war ‘Paranoid’ fertig, es wurde unser größter Hit.”

Tony Iommi: “Es dauerte genau anderthalb Stunden, bis wir den Song geschrieben und aufgenommen hatten. Jeder liebte ihn. Es gibt Stücke, an denen man monatelang arbeitet und immer noch das Gefühl hat: Verdammt noch mal, irgend­etwas fehlt. Man hat unterschiedliche Ideen zusammen­getragen, hat versucht, Teile des einen Songs mit Teilen eines anderen zu kombinieren, Chorus und Vers gegeneinander zu vertauschen, aber nichts will so richtig funktionieren. Doch wenn alles stimmt, die Chemie, die Atmosphäre, dann kommen die guten Ideen wie von selbst.”

as macht Ozzy so unnachahmlich? Und was ist an Tony dran, das kein anderer Gitarrist kann?

Ozzy: “Ich habe mit meiner Solo-Band oft die Black Sabbath-Klassiker gespielt. Und ich hatte sicher immer gute Musiker zur Seite. Aber dennoch klangen diese Songs niemals so wie mit Tony, Geezer und Bill. Das ist eine einzigartige Atmosphäre, eine einzigartige Chemie unterschiedlicher Musiker. Ich habe niemals versucht, irgendjemanden zu kopieren. Meine größten Vorbilder sind Steve Winwood und Robert Plant, sie haben großen Einfluss auf mich. Aber ich habe sie niemals kopiert, niemals versucht, so zu klingen wie George Michael oder Jon Bon Jovi. Als wir beispielsweise OZZMOSIS aufnahmen, hatten wir einen riesigen Black Sabbath-Fan als Produzenten (Ozzy spricht von Michael Beinhorn – Anm.d.A.).

Er sagte zu meinem Gitarristen Zakk Wylde: „Du musst so spielen und klingen wie Tony Iommi! Du musst deinen Verstärker so einstellen, dass wir genau seinen Sound hinbekommen.“ Ich sagte zu Beinhorn: „Was für einen Quatsch erzählst du da? Niemand kann so spielen oder klingen wie Tony Iommi. Es ist keine Frage des Verstärkers, keine Frage der Gitarren. Es kann nur dann wie Tony Iommi klingen, wenn er es auch selbst gespielt hat.”

Iommi: “Und genauso verhält es sich auch mit Ozzys Stimme. Sie ist einzigartig, man kann sie nicht kopieren. Es gibt eine Menge Halfords auf dieser Welt, eine Menge Bon Jovis, aber niemanden, der auch nur annähernd wie Ozzy klingt.”

Und weshalb dauerte es jedes Mal so lange, bis ihr euch wieder zusammengerauft habt?

Ozzy: “Keine Ahnung. Vielleicht müssen wir noch reifer werden, vielleicht mussten wir erst von unseren Fans gesagt bekommen, wie großartig die Zeit damals war. Es gab Zeiten mit der Ozzy-Band, in denen ich unzufrieden war und ans Aufgeben dachte. Aber irgendwie hat sich dann doch immer alles wieder eingerenkt, also machte ich weiter. Aber je länger ich meine Solokarriere fortsetzte, um so lauter wurden die Stimmen der Fans, die darum baten, Black Sabbath noch einmal in Original­besetzung zu reformieren.”

Iommi: “Für uns war das letztlich kein „big deal“, denn wenn Ozzy und ich uns zusammensetzten, funktionierten die Dinge innerhalb kürzester Zeit. Man konnte uns donnerstags sagen, dass wir bis Samstag zwei neue Stücke geschrieben und eingespielt haben müssen, und wir machten das einfach.”

Das ganze Interview, eine große History, Details zu Platten, Mitgliedern und dem Mythos Black Sabbath lest ihr nur im Sonderheft METAL HAMMER Legenden: Black Sabbath, das ihr für 8,90€ im gut sortierten Zeitschriftenhandel, oder bequem per Post bekommen könnt.

 

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Dream Theater: Mike Mangini jamt auf einem Schlagzeug aus Eimern

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