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Napalm Death: Shane Embury spricht über Gesundheitsprobleme

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Aufmerksamen Fans dürfte nicht entgangen sein, dass Shane Embury in den letzten Wochen und Monaten nicht neben seinen Kollegen von Napalm Death auf der Bühne stand. An seiner statt zupfte Matt Sheridan, der normalerweise als Gitarrentechniker (auch bei Jinjer und Dimmu Borgir) sein Brot verdient, den Viersaiter. Im Interview The False Face sprach Embury nun offen über die Gründe seiner Abwesenheit.

Noch mal davongekommen

„Ich litt an einer sogenannten Pankreatitis“, erklärt der 58-Jährige. „Das ist mir im Lauf meines Lebens in verschiedenen Phasen etwa dreimal passiert. Ich musste deswegen dreimal ins Krankenhaus. Und ich hatte ziemliches Glück, mich jedes Mal so gut davon zu erholen.“ Eine Pankreatitis, also Bauchspeicheldrüsenentzündung, kann lebensbedrohlich sein oder zumindest bleibende Schäden anrichten. Je nach Schweregrad kann es zu einem Absterben von Bauchspeicheldrüsengewebe kommen, wodurch verschiedene schädigende Stoffe in den gesamten Körper ausgeschüttet werden, die auch andere Organe schädigen.

Shane Embury gibt außerdem an, dass er die Bauchspeicheldrüsenentzündung „durch das Trinken“ bekommen habe. „Das letzte Jahr war ziemlich heftig, besonders auf der Tour mit den Melvins. Ich war etwa drei Wochen dabei, als ich abbrechen musste. Es hätte wirklich böse ausgehen können. Mir geht es jetzt deutlich besser als um diese Zeit im letzten Jahr, das steht fest – psychisch, körperlich, in jeder Hinsicht. Ich habe mich sozusagen relativ schnell wieder gefangen. Man sagt ja, Alkoholiker seien in dieser Hinsicht sehr widerstandsfähig.“

Seine Kollegen von Napalm Death seien Embury eine große Stütze – auch was seine Tour-Abwesenheit betrifft. „Sie wollten wahrscheinlich nicht eines Morgens aufwachen und mich tot in meiner Koje vorfinden“, meint er. Es sei zudem nicht das Tour-Leben als solches, das dem Bassisten zu schaffen machte, sondern vielmehr das straffe Pensum. Immerhin gab und gibt es neben Napalm Death weitere Projekte, an denen Embury im Lauf seiner Karriere mitwirkt(e).

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Außerdem räumt er ein, dass es auch Probleme im häuslichen Umfeld gab, die sein unberechenbares Verhalten verschlimmerten. „Besonders während der Pandemie war das Verhältnis zu meiner Familie zeitweise angespannt, denn ich halte mich eigentlich für einen ganz umgänglichen Menschen. Aber es gibt Momente, in denen ich für mein Umfeld ein absoluter Albtraum bin.“


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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