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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19
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Napalm Death

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SCUM (1987), das Debüt-Album von Napalm Death, war wegweisend für den Grindcore und die extreme Musik. Brachialität und Geschwindigkeit der Songs waren in dieser Form kaum gekannt. In den 1990er-Jahren wurden Napalm Death etwas gemäßigter und brachten mehr Einflüsse aus klassischem Death Metal und Industrial ein. Mit Songs wie ‘Mass Appeal Madness‘, ‘Greed Killing‘, ‘Suffer The Children‘, ‘Twist The Knife (Slowly)‘ und dem nur eine Sekunde langen ‘You Suffer‘ schrieben sie Lärm-Geschichte. Besonders ihre politischen und sozialkritischen Texte zeigten ihre Punkwurzeln und linksorientierte Grundhaltung.

Bereits im Alter von 13 Jahren gründete Bassist Nicholas Bullen zusammen mit Schlagzeuger Miles Rattledge 1981 Napalm Death, erst noch als reine Punk-Band. Schon vor Aufnahme des Albums FROM ENSLAVEMENT TO OBILERATION (1988) war kein einziges Gründungsmitglied mehr bei Napalm Death aktiv. Trotz des extremen Sounds gelangte das Album auf Platz Eins der UK Indie Charts und wurde ein absoluter Überraschungserfolg. Erneut mit neuen Mitgliedern nahmen Napalm Deatb 1989 an den legendären Peel Sessions des Radiomoderators John Peel teil.

Das Debüt-Album SCUM (1987) und auch FROM ENSLAVEMENT TO OBILERATION (1988) gelten als Klassiker des Grindcore, die Texte waren stark vom Punk inspiriert und politisch. Als Napalm Death auf HARMONY CORRUPTION (1990) erste Versuche wagten, das Album Death-Metal-lastiger zu gestalteten, ernteten sie einige Kritik von Fans, kehrten deutlicher zu den Grindcore-Wurzeln zurück und veränderten den Sound auf FEAR, EMPTINESS, DESPAIR (1994) sowie DIATRIBES (1996) trotzdem erneut. Sie verzichteten darauf fast vollkommen auf die Geschwindigkeit des Grindcore, um mehr Rhythmik und Experimente zu integrieren.

Ende der 1990er und Anfang der 2000er veröffentlichten Napalm Death jeweils eine EP, auf der sie Songs ihrer musikalischen Vorbilder coverten: LEADERS NOT FOLLOWERS (1999) und LEADERS NOT FOLLOWERS PART 2 (2004). Besonders bekannt ist dabei ‘Nazis Punks Fuck Off ‚ von den Dead Kennedys, das fester Bestandteil der Napalm Death-Konzerte wurde. Auf THE CODE IS RED…LONG LIVE THE CODE (2005) holten sich Napalm Death die Gäste Jello Biafra (Dead Kennedys), Jamey Jasta (Hatebreed) und Jeff Walker (Carcass) ins Studio und belegten damit auch, welche Hochachtung sie von unterschiedlichsten anderen Musikern erhalten.

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