Napalm Death-Bassist Shane Embury sprach kürzlich mit Roppongi Rocks über den verstorbenen At The Gates-Frontmann Tomas Lindberg. Die beiden waren drei Jahrzehnte lang befreundet und pflegten auch musikalisch eine innige Beziehung. Nun folgte Emburys späte Würdigung seines einstigen Weggefährten.
Letzte Ehrung von Shane Embury
„Tomas war seit etwa 1996 ein enger Freund von mir“, sagte Embury. „Er fühlt sich immer noch so an, als wäre er für mich da. […] Ich habe ihn zum ersten Mal 1989 bei einem Napalm Death-Konzert getroffen. Und dann traf ich ihn kurz 1994 wieder, als At The Gates TERMINAL SPIRIT DISEASE (1994 – Anm.d.A.) veröffentlichten. Er war eine wirklich wichtige Person für die Szene. Er pflegte ein paar Bier zu trinken und den Leuten zu erzählen: ‚Ich habe die Göteborger Metal-Szene erfunden.‘ Er meinte es zwar ironisch, aber ehrlich gesagt glaube ich es ihm irgendwie.
Wir haben uns früher oft unterhalten. Und seltsamerweise schickte er mir bei den letzten Veröffentlichungen immer die Texte zum Lesen. Ich weiß nicht, warum. Er fragte dann, ob der Inhalt auf Englisch verständlich sei. Ich bejahte das. […] Ich denke, wir hatten früher einen ähnlichen textlichen Ansatz. Als wir bei Lock Up (Lindberg war von 2002–2014 sowie 2021 bis zu seinem Tod Sänger der Band – Anm.d.A.) zusammen geschrieben haben, waren wir in gewisser Weise ziemlich philosophisch.
Tomas war ein sehr tiefgründiger Denker. Und natürlich ist die Heavy Metal-Szene eine extreme Welt. Tomas und ich waren nicht besonders diszipliniert, wir tranken, feierten und drehten durch. Viele in der Metal-Szene sind Gleichgesinnte. Wir halten zusammen. […] Wir kanalisieren diese Emotionen. Er war ein guter Freund. Und sein Tod war sehr traurig. Wirklich sehr traurig.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
