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Armored Saint: Für Joey Vera ist jedes Album ein Neustart

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Armored Saint lassen gut und gerne fünf (oder mehr) Jahre vergehen, ehe sie ein neues Album herausbringen. So überrascht es kaum, dass es seit der Gründung der Band Anfang der Achtziger bislang nur acht Studioalben gibt — wobei das neunte schon bald erscheint. EMOTION FACTORY RESET wird am 22. Mai via Metal Blade Records veröffentlicht.

Bloß kein Stress

Bassist Joey Vera war kürzlich zu Gast bei Metal Roos, wo er auf den Umstand der raren Studiowerke angesprochen wurde. „Wir arbeiten etwas langsam — 45 Jahre und nur neun Alben“, gesteht Vera ein, fügt jedoch hinzu: „Zwölf dieser Jahre waren wir gar keine Band. Wenn man das also außer Acht lässt, entsteht eine kleine Lücke in unserer Chronologie.“ Außerdem habe die Band das Glück bei Metal Blade unter Vertrag zu stehen, „wo man uns nicht so unter Druck setzt. Wir können im Grunde machen, was wir wollen, wann wir wollen.“

Die letzte Platte PUNCHING THE SKY (2020) erschien mitten in der Pandemie, was auch die Pläne von Armored Saint durcheinander gebracht habe. Als wieder Konzerte möglich waren, habe sich die Band zunächst darauf konzentriert. „Nebenbei noch ein Album zu schreiben, ist einfach zu zeitaufwendig für uns. Deshalb arbeiten wir eher im Schneckentempo“, ergänzt der Bassist und Mitbegründer.

Eine leere Leinwand

Hinzu käme die Arbeitsweise, mit der er und seine Kollegen neue Musik angehen. „Wir betrachten jedes Album, das wir machen, als eine Art Neustart. Wenn wir uns also hinsetzen, um ein neues Bild zu malen, und da noch Farbreste vom letzten Bild auf der Leinwand sind, kratze ich die ab und fange von vorne an. Ich will mit einer leeren Leinwand, einem unbeschriebenen Blatt arbeiten.“ Bisher sei nur noch niemand auf die Idee gekommen ein Album nach der Herangehensweise zu benennen — reset bedeutet immerhin Neustart.

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Auch Frontmann John Bush erklärte in der Vergangenheit, dass Armored Saint „mehr auf Qualität als Schnelligkeit“ setzen. „Man möchte einfach, dass es richtig gut wird“, fuhr der Sänger damals im Gespräch mit RadioRadioX fort. „Ob fünf oder sechs Jahre vergehen, ist dann nicht so wichtig.“


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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