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Brian Welch: Ich habe es mit meinem Glauben übertrieben

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Brian „Head“ Welch hatte bekanntlich Korn im Jahr 2005 für acht Jahre verlassen. Im Rahmen seines Drogenentzugs wurde der Gitarrist zum wiedergeborenen Christen und fand, in einer Band wie Korn zu spielen sei damit nicht vereinbar. Nun hat Brian Welch im Gespräch mit Machine Head-Frontmann Robb Flynn (siehe unten) über seinen Glauben gesprochen und dabei zugegeben, es übertrieben zu haben.

Zu weit gegangen

Auf die Frage von Flynn, ob Religion nach seiner Drogensucht seine neue Sucht geworden sei, antwortete Brian Welch: „Das Verrückte ist, dass ich eine Erfahrung mit etwas aus einer anderen Dimension hatte. Und es war nicht die Religion, also in die Kirche zu gehen und ein guter Junge zu sein. Es hat sich so angefühlt, als ob etwas in mein Haus gekommen ist. Ich kann es bis zum heutigen Tag nicht erklären. Aber ich glaube, dass es Jesus war, der etwas in mir getan hat. Also das war echt, das war sehr real. Aber ja, ich denke, ich bin zu weit damit gegangen. Und ich bin davon besessen gewesen, genauso wie ich von den Drogen besessen war. […]

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Und ich musste da rauskommen und Normalität finden, denn es gibt nichts schlimmeres als eine verdammte irritierende religiöse Person, die es dir den Hals runterschiebt. […] Man hat es in dem Dokumentarfilm ‘Loud Krazy Love’ gesehen. Jonathan [Davis, Sänger – Anm.d.R.] meinte: ‚Ich hasse diese Kerle.‘ Die Leute können sie nicht ertragen. Und wir hatten jahrelang diese Christen draußen bei Korn-Konzerten, die uns mit dem Teufel in Verbindung gebracht haben, und all das. Es ist eine verrückte Sache. Aber ich bin einfach froh, dass ich da durch gekommen bin. Und ich bin froh, dass ich der bin, der ich heute bin. Ich habe eine Menge Frieden und Ruhe in meiner Seele. Ich fühle mich sehr ausgeglichen und im Reinen mit mir.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Neal Morse Band: Zwischen Kirche, Kaffee und Kreativität

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