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Lordi: Verbote machen eine gute Liveshow immer schwieriger

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Konzerte von Lordi sind vor allem optisch ein Highlight. Neben der aufwändig-auffälligen Kostümierung der Band-Mitglieder machen auch Bühnenbild und Show einiges her. An vielen Veranstaltungsorten gestaltet es sich inzwischen jedoch als schwierig, gestalterische Vorhaben komplett (oder auch nur ansatzweise) umsetzen zu können – sehr zum Bedauern von Mr. Lordi.

Lohnenswert

Im Podcast Music Matters With Darrell Craig Harris lässt sich der passionierte Sammler und Horror-Fan über die gegenwärtigen Einschränkungen einiger Veranstalter aus. „Ich war schon immer jemand, der nicht zu Konzerten geht, wenn es nichts zu sehen gibt, was sich lohnt“, erklärt Mr. Lordi. Ihm zufolge klinge beinahe jede Band auf Platte besser als live. Somit sei der Grund für einen Konzertbesuch die Show. „Genau da liegt der Punkt. Meine Vorbilder Kiss, Alice Cooper, Twisted Sister, W.A.S.P. – all diese Bands haben etwas zu bieten, das sich lohnt. Und genau das versuchen wir auch.“

Dann kommt der Finne erst richtig in Fahrt. „Wegen all der Einschränkungen und Regeln in jedem einzelnen Land und den Veranstaltungsorten“ werde es immer beschwerlicher, eine gute Show abzuliefern. „Die Zeiten, in denen man in einem Rock-Club Pyrotechnik einsetzen konnte, sind längst vorbei. Also denken wir: Okay, lasst uns Rauch verwenden. Lasst uns versuchen, ein paar Effekte mit Rauch, Konfetti und Kunstblut zu machen und so weiter. Aber selbst das ist jetzt in vielen Veranstaltungsorten verboten. Unglaublich!“ 

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Blut und Bier

Vorrangig werde das Verbot von Konfetti und Kunstblut mit einem Mehraufwand bei der Reinigung begründet. Mr. Lordi meint dazu: „Da kippen verdammte 1.000 Leute Bier auf den Boden. Der ist total verklebt, und seit zehn Jahren hat hier keiner mehr den verdammten Boden gewischt. Und bei ein paar Bechern Kunstblut heißt es: ,Oh, das wäre ja furchtbar‘, und so ein Scheiß.“

„Es ist so bescheuert“, meckert er weiter. Mancherorts sei „schon eine normale Nebelmaschine zu viel, weil sie als Pyrotechnik gilt, obwohl es doch nur Nebel ist. Verdampftes Wasser. Kein Rauch. Da brennt nichts, aber es gilt als Pyrotechnik. Und das ist so dumm. Es gibt mittlerweile viel zu viele Einschränkungen, Regeln und Gesetze. Und es wird immer schwieriger.“ Vor einigen Jahren sei dahingehend viel mehr möglich gewesen, was Mr. Lordi heute wehmütig stimmt.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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