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Lordi wettern gegen Streaming und Soziale Medien

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In einem aktuellen Interview mit dem Magazin NINE:32 sprach Mr. Lordi, Frontmann der finnischen Hard Rock-Band Lordi, über seine Inspirationsquellen. Anders als angenommen konnte er keine konkreten Beispiele nennen: „Alles, was unter dem Namen Lordi erscheint, ist authentisch und ehrlich“, berichtete er.

Die Wurzel des Bösen

„Das liegt daran, dass ich alles für die kleinste Zielgruppe dieser Welt schreibe: mich selbst. Wenn es noch jemandem gefällt, freut es mich natürlich.“ Auf die Nachfrage, ob er wirklich keine Künstler nennen könne, die ihm Ideen liefern, erwiderte er: „Nein. Da muss ich ehrlich sein. Es gibt keinen modernen Musiker, der mich beeinflusst. Ich kenne auch gar keine Bands von heute. Ich fühle mich sehr alt, wenn ich so etwas sage, aber so ist es nun einmal. Bald bin ich 52, und seit ich 25 war habe ich schon keine Lust mehr, mich auf neue Musik einzulassen.“ 

Zuletzt aktualisiert am 22. Mai 2025 um 21:32 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Dass der Finne eher auf der nostalgischen Schiene durchs Leben fährt, ist nichts neues. Als er Anfang diesen Jahres vom Metal Covenant gefragt wurde, wie er von den Veränderungen der Musikindustrie betroffen wurde, hatte er eine klare Antwort. „Die Digitalisierung ist die Wurzel von allem Bösen. Es hat langsam angefangen, aber als es die Musikindustrie getroffen hat, wurde sie hart getroffen.“ Er fuhr fort: „Wir waren nicht bereit dafür. Ich bin immer noch ein wenig sauer deswegen. Und wenn mich etwas anpisst, dann erhole ich mich davon nie wieder.“

Konsequente Lebenseinstellung

Besonders der Wandel von physischen Tonträgern zu Streaming-Plattformen war schlimm, sagte der Sänger. „Das ganze Thema rund ums Streaming und die Tatsache, dass Künstler nicht mehr ordentlich entlohnt werden, ist nur ein Effekt der verdammten Digitalisierung.“

Dagegen geht er klar vor: „Ich weigere mich, davon ein Teil zu sein, und war in meinem Leben noch keine Sekunde auf Social Media. Ich lese nicht einmal meine blöden E-Mails, außer jemand ruft mich an und zwingt mich dazu.“ In der heutigen Zeit auf jede Form von Online-Marketing zu verzichten ist eine weitreichende Entscheidung. Mr. Lordi steht zu ihr, auch privat: „Ich bezahle Firmen extra, damit sie mir meine Rechnungen noch auf Papier senden.“ 


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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