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Interview

Bring Me The Horizon & Yungblud: Passt zusammen wie Schokolade

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In Bezug auf den kurzen Video-Teaser, mit dem ihr die Single angekündigt hattet und den Lyrics bekommt man auf jeden Fall das Gefühl, dass die Ereignisse der letzten Monate – wie beispielsweise auch die Black Lives Matter-Demos – einen starken Einfluss auf die Entstehung des Songs hatte. Stimmt das?

Dom: Irgendwie ja, denke ich. Ich habe wirklich großes Vertrauen in unsere Generation. Die Stärke der Einheit gegen den Unterdrücker, gegen die Zeit, in der gesagt wurde, dass sich etwas ändern würde, aber nichts passiert ist. Ich denke, diesmal fühlt es sich wirklich anders an, weil wir eine Stimme haben. Jeder einzelne Mensch auf der Welt – egal wo – hat eine Stimme, was bedeutet, dass es sich um eine internationales Gespräch handelt, das sich nicht so leicht übergehen oder manipulieren lässt, weil die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, eben selbst bei den BLM-Demos, als die Polizisten Dinge zerstörten und Randale machten, um die Leute klein zu halten, war das alles im Internet verteilt, weil jede einzelne Person eine Kamera hat. Die Leute selbst sind jetzt die Nachrichten.

Oli: Ja, ich meine, es so ziemlich, worum es in dem Song geht. Wir sehen diese Videos, in denen Polizisten unschuldigen Menschen in den Rücken schießen und all diese Dinge. So wie wir das von den Medien und der Regierung präsentiert bekommen, ist es so, als ob wir nicht darauf reagieren sollten – als wäre es keine große Sache. Sie liefern es auf eine Weise, die es desensibilisiert und vertuscht wie traumatisch das eigentlich ist. Es gibt zwar Fortschritte, aber dieses Lied konzentriert sich auf die Leute, die nur bei Facebook rumhängen und all diese ollen Nachrichten lesen und den ganzen Müll so glauben, wie er ihnen vorgesetzt wird und das ist verrückt. Einige Leute verstehen es einfach noch nicht.

Es geht sehr viel um diese Stimmung, beigebracht zu bekommen, auf seiner Spur zu bleiben, sein Ding zu machen und nicht viele Fragen zu stellen und alles ist gut. Wie Dom schon sagt, ist seine Generation definitiv diejenige, die das ändern wird. Man kann es fühlen. Vor fünf Jahren waren diese Themen schon frustrierend. Es hat mich frustriert, als jemand, der vegan ist und sich sehr um den Planeten und die Tiere kümmert, Unterdrückung auf der ganzen Welt, Menschen in Armut und all diese Dinge zu sehen… größtenteils hat einfach niemand Zeit, sich darum zu kümmern.

Diese Generation jetzt lässt das aber nicht zu, dass dies die Art und Weise ist, wie Menschen für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden. Es bringt die Menschen dazu, aufzustehen und sich nicht jeden Scheiß bieten zu lassen. Das ist aufregend und es ist sehr wichtig, dass man klar macht und darüber spricht, wofür man steht und womit man übereinstimmt und dass man Lärm macht. Unser sehr ignorantes Werkzeug war lange Zeit: Ich weiß, dass ich kein Rassist bin, ich bin Veganer und ich kümmere mich um den Planeten, also trage ich meinen Teil dazu bei und ich muss mich nicht äußern, weil ich daran glaube und das im Stillen tue. Was mir dieses Jahr beigebracht wurde, ist, dass es nicht ausreicht. Man muss sich selbst äußern, denn wenn man das nicht tut, steht man auf der Seite des Unterdrückers.

Plant ihr noch mehr gemeinsame Musik oder gar eine Tournee?

Dom: Im Moment ist es nur dieser eine Song, aber Oli und ich lieben es sehr zusammenzuarbeiten. Es hat so viel Spaß gemacht und war so locker. Wir werden definitiv mehr Musik zusammen machen, wo und ob diese herauskommt, weiß ich nicht. Wir sind auch einfach gern gemeinsam albern. Man sieht uns am Set und alle lachen  über diese beiden Spinner. Ich denke, eine Tournee wäre großartig, aber natürlich weiß momentan niemand, wann das möglich sein wird. Aber wir werden sehen. Es wird definitiv gegenseitig Gastauftritte bei Shows oder Festival-Gigs geben. Das wird toll.


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