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Lacuna Coil hatten bessere Startbedingungen als heute üblich

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In den vergangenen Jahr(-zehnt-)en hat sich das Musikgeschäft stark gewandelt. Die italienische Gothic Metal-Größe Lacuna Coil kann das am eigenen Leib erfahren. Die Band existiert inzwischen seit beinahe 30 Jahren. Sänger Andrea Ferro blickte kürzlich zurück auf die Anfänge – und stellte fest, dass die Startbedingungen damals deutlich einfacher waren, als sie es heute sind.

Aller Anfang ist…?

„Es ging alles sehr schrittweise voran. Wir hatten das Glück, in einer Zeit aufzuwachsen, in der Bands sich noch entwickeln konnten. Man erwartete nicht, mit einem einzigen Album – zack! – durchzustarten“, erinnert sich Ferro im Interview mit dem australischen Magazin Heavy. „Es gab kein Internet, also musste man von Tür zu Tür gehen, in jeder Stadt spielen, jedem Magazin und jedem Fanzine ein Interview geben, sich einen Namen machen und dann diese und jene Band unterstützen, um sein Publikum zu erweitern und mit jedem Album zu wachsen.

Unser Erfolg kam mit dem dritten Album, COMALIES (2002 – Anm.d.A.) […], bei dem es um alles oder nichts ging. Das dritte Album war das wichtigste. Es entschied darüber, ob man als Band auf ein anderes Level kommt oder auf der Stelle tritt. Zum Glück war dieses Album COMALIES, und es hat uns als Band wirklich auf ein viel größeres Level gebracht.“

Vor allem der Umstand, dass Italien kein typisches Metal-Land war, sei hilfreich gewesen, wie Ferro betonte. Anders als in Deutschland, Skandinavien oder Frankreich sei der Markt in Italien nämlich deutlich überschaubarer gewesen: Für eine der frühen Bands wie Lacuna Coil ein dankbarer Startpunkt, denn das erleichterte, aus der (deutlich geringeren) Masse herauszustechen.

„Wir waren die erste Band mit diesem internationalen Erfolg, und dadurch konnten wir auch in Italien Mainstream-Projekte realisieren, die uns auf ein anderes Level gebracht haben. Aber im Allgemeinen ist Italien für Metal immer noch nicht so gut aufgestellt wie andere Länder, selbst für internationale Bands“, so Ferros Urteil.

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„Daher war es auch interessant, unsere Entwicklung mitzuerleben. Und ich denke, heutzutage gibt es mehr italienische Bands, die touren und international Karriere machen können, auch dank unserer Erfahrung, denn wir haben sozusagen den Weg für alle anderen geebnet.“


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