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Carach Angren: Verbotsversuch endet in Desaster für christliche Partei

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Die Metal-Formation Carach Angren sah sich kürzlich mit einem Auftrittsverbot konfrontiert: Die christliche Partei der Niederlande, ChristenUnie, forderte ein Verbot der Carach Angren-Show am 24. Dezember 2016 im P60 in Amstelveen. Die Begründung: Die Band sei „satanistisch“ und würde mit ihrer „dämonischen Musik die Jugend auf den falschen Pfad führen”.

Die Horror-Metaller wiesen in Reaktion auf die Anschuldigungen darauf hin, dass sie „niemals eine satanistische Black Metal-Band waren.” Weiter heißt es: „Wir sind eine Horror Metal-Band, die in ihren Alben und bei ihren theatralischen Live-Shows übernatürliche Geschichten erzählt.”

Besonders unangenehm für die Partei: In postfaktischer Ignoranz jeglicher Umstände bezichtigten die Politiker die Band, mit ihrer „satanistischen” Musik brutale Anschläge wie den von Anders Breivik zu provozieren, der 2011 77 Menschen, darunter viele Jugendliche, mit Bomben und einem Sturmgewehr ermordete. Das Problem bei dieser abwegigen Argumentation: Breivik gilt als rechtsextrem – und zudem als christlicher Extremist.

Das Ergebnis der Verbotsforderungen, die von der Band zudem mit einem Gratis-Album und einem Lutscher bedacht wurden, war ein veritabler Shitstorm in den niederländischen Medien. Beinahe jede große Zeitung des Landes berichtete über den Fall, wobei die überwiegende Mehrheit der Bewertungen nicht besonders gut auf den Zensur-Versuch der Christen-Partei zu sprechen ist.

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