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Century Media-Chef äußert sich zu Übernahme

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In einem umfassenden Interview mit metalsucks.com hat Century Media-Geschäftsführer Robert Kampf zu Gerüchten über die Übernahme des Independent Labels durch eines der drei verbliebenen Majors Universal, Sony und Warner Stellung bezogen.

Dabei äußerte sich der alleinige Firmenbesitzer Kampf zu verschiedenen Aspekten, welche die Voraussetzungen, den Ablauf und die Gründe für Übernahme betreffen und einen Ausblick auf die Zukunft von Century Media ermöglichen.

1. Über die möglichen Übernahme-Partner Universal, Sony und Warner

Kampf habe betont, dass zu jedem der Major-Labels langjährige Verbindungen bestehen würden, die sich u.a. in Vertriebsverträgen, gemeinsamen Partnern und Geschäftsfreunden manifestieren würden. Da Universal bereits Century Media-Vertriebspartner für Europa, Australien, Neuseeland und den Nahen Osten sei, wäre Universal die unkomplizierteste Wahl. Mit Abstrichen gelte das gleiche für Sony, wohingegen ein Deal mit Warner einen kompletten Neuanfang bedeuten würde.

2. Century Media soll weiterhin ein eigenes Label bleiben

Die Verhandlungen über eine Übernahme würden unmittelbar mit den „Mutter-Labels“, also direkt mit Universal, Sony und Warner stattfinden, nicht mit irgendwelchen ihrer “Tochter-Labels“. Würde bedeuten: Century Media bliebe als Label intakt und weiterhin unabhängig innerhalb der Strukturen des Majors.

3. Die “Tochter-Labels“ von Century Media bleiben bestehen

Kampf wolle den Namen Century Media behalten und eine Vereinbarung treffen, der zufolge die Century Media-“Tochter-Labels“ InsideOut, Superball, People Like You und die für „Rock-Veröffentlichungen“ gedachte Neugründung Another Century erhalten bleiben würden.

4. Der aktuelle Zustand der Musikindustrie ist der Hauptgrund, weshalb Kampf über eine Übernahme in Erwägung zieht

„Ich bin die Veränderungen innerhalb der Industrie Leid, über die ich keine Form der Kontrolle habe. Das ist es im Wesentlichen der Grund“, so Kampf, der die Majors für befähigter halte, mit den Veränderungen der Musikindustrie umzugehen und deren Infrastruktur es ermöglichen würde, den Druck auf sein ohnehin schon überarbeiteten Angestellten zu verringern.

„Ich denke, Century Media oder jedes andere Indie-Label, das eine Menge seiner Verkäufe durch die Veränderungen der Industrie verlieren wird, wird in einer Organisation wie einem Major eine wesentlich bessere Chance haben zu glänzen. Jede Musikfirma wird in der Zukunft dieses Problem haben, ob nun Spotify, Beats oder was sonst zukünftig entstehen wird. Diese Veränderungen werden schwierig. Die Kosten für Marketing, Herstellung haben sich über die Jahre kaum verändert, auch wenn sie für Aufnahmen und das Drehen von Musikvideos geringfügig zurückgegangen sind. Diese Dinge sind nicht mehr so teuer wie noch vor einigen Jahren. Dennoch ist es schwer, alles aufrecht und am Laufen zu halten, wenn du immer weniger Verkäufe, Abonnements etc. aufweisen kannst. Auch wenn wir möglicherweise eines der größeren Rock- und Metal-Labels sind, sind wir doch eine kleine, unabhängige Firma mit ziemlich großem Personalbestand und teuren und umfangreichen Projekten. Das erschwert es, alles am Laufen zu halten und es könnte passieren, dass wir ab jetzt jährlich drei oder fünf Leuten sagen müssten: ,Sorry, du kannst hier nicht mehr arbeiten.’ Und die anderen Mitarbeiter müssten dann versuchen, deren Aufgaben zu übernehmen. Jeder hier arbeitet aber bereits am Limit dessen, was menschenmöglich ist.“


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