Chris Kael (Five Finger Death Punch): Wie ihn Paris nachhaltig beeinflusste

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Ein wirkliches Alkohol- und Drogenproblem hatte Five Finger Death Punch-Bassist Chris Kael nach eigenen Aussagen nie. Nach den Pariser Terroranschlägen kehrte er dem Alkohol trotzdem den Rücken zu. Aber auch andere Faktoren ließen ihn zu dieser Entscheidung gelangen.

Kein Alkoholiker

Im Podcast „Let There Be Talk“ sprach der Musiker darüber, wie er aktuell zum Thema Alkohol steht: „Ich bin seit kurzem trocken. Als die Dinge in Paris passiert sind, habe ich komplett aufgehört.“ Seitdem hätte er nichts mehr getrunken. Als Alkoholiker bezeichnet er sich zwar nicht, trotzdem würde ihn die Wirkung nicht immer positiv beeinflussen. „Ich sehe mich nicht wirklich als Alkoholiker, aber ich treffe manchmal verdammt dumme Entscheidungen, wenn der Alkohol mich einmal im Griff hat.“

Zusammenbruch

Auch seiner Frau zuliebe, möchte der Bassist in Zukunft aufs Trinken verzichten. „Meine Frau mochte es tatsächlich nie. Die Entscheidung war auch ihretwegen. In der Nacht der Pariser Anschläge hatte ich einen Zusammenbruch. Die Sache hat mich hart getroffen. Ich habe getrunken und Adderall genommen.“ Adderall ist ein Medikament, das zur Behandlung von ADHS eingesetzt wird. Es sei das erste Mal gewesen, dass der Musiker zu solchen Medikamenten gegriffen hätte.

Schlecht fürs Workout

Ein weiterer Punkt auf den sich der Alkoholkonsum negativ ausgewirkt hätte, seien seine sportlichen Aktivitäten im Fitnessstudio gewesen. „Ich habe einen Trainer hier in Vegas. Einmal war ich eine Nacht vorher aus und habe Whiskey getrunken.“ Am nächsten Tag sei er seine gewohnten Übungen angegangen. Als er ins Gesicht seines Trainers blickte, hätte er bescheid gewusst: „Ich weiß, ich stinke gerade wie eine Bar. Das war auch so ein Moment. Ich habe so viel Arbeit in meine Workouts gesteckt und dann am Ende der Nacht all diese sinnlosen Kalorien in mich hinein gekippt. Das hat für mich keinen Sinn mehr ergeben. Es hat einfach nicht mehr funktioniert.“

Über den Berg

Seit etwa einem Monat hat Kael nun nichts mehr getrunken. „Ich habe das Gefühl, allmählich über den Berg zu sein. Ich habe nicht mehr wirklich dieses Verlangen. Es ist mehr dieses soziale Ding. Wenn du in einer Band bist, ist überall Alkohol. Jeder hängt herum und feiert.“ Sicherlich keine einfache Ausgangssituation, um die Finger vom Alkohol zu lassen.

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Ivan Moody war sauer wegen Anti-Masken-Video

Five Finger Death Punch sind eine seltsame Band -- unter anderem wegen Gitarrist Zoltán Báthory. Seine Eltern waren beim Militär in der UDSSR beschäftigt, doch der Musiker kehrte dem Ostblock den Rücken und suchte sein Heil in den USA. So erklärt sich seine starke antikommunistische Einstellung zumindest ansatzweise. Selbige war es auch, die sich im Anti-Masken-Video zum Song ‘Living The Dream’ niedergeschlagen hat. Damit ist er als Videoregisseur allerdings deutlich über das Ziel hinausgeschossen, was auch Sänger Ivan Moody so sieht. Filmischer Alleingang Davon, dass Báthory eine Parallele zwischen der Maskenpflicht in der Corona-Pandemie und den Zwängen des Kommunismus ziehen…
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