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Deafheaven: Kompromisslos ohne Black Metal-Scheuklappen

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„Jedes Album steht für die Emotionen und Gedanken, und obwohl ich sagen kann, dass ich einige Unsicherheiten und Ängste loswerden konnte, sind immer noch jede Menge übrig geblieben.“ Frustration und Leid sind es, die das Album mit Inhalten gefüllt haben. Verwunderlich ist der schroffere, unbarmherzigere Sound daher natürlich nicht. „Mich beschäftigte vor allem die Frage, wann und ob das Erreichte tatsächlich dazu führt, glücklich zu sein.“

Man muss kein Psychologe sein, um die Hintergründe zu verstehen: Der Erfolg von SUNBATHER verschaffte Clarke erstmals in seinem Leben relative finanzielle Stabilität, brachte aber auch eine Menge Druck und Veränderung mit sich. „Ich zog von San Francisco nach Los Angeles und erlebte dort das erste Mal die Schattenseiten des Erwachsen­seins“, gibt er zu. „Eine Beziehung mit dem stressigen Tour-Alltag auszubalancieren, erwies sich als schwierig. Zudem gab es für jeden Höhenflug, den wir mit ­Deafheaven erlebten, einen ebenso tiefen persönlichen Fall.“

Clarke ist nicht der typische Black Metal-Interview­partner. Offen, ehrlich und unverblümt macht er sich gar nicht erst die Mühe, eine gewisse Rolle zu spielen. Er ist einfach er selbst. Clarke und sein Kollege McCoy haben gute Freunde in der Rap-Welt von Kalifornien, arbeiten mit den unterschiedlichsten Künstlern zusammen und verachten Scheuklappen von ganzem Herzen.

Dass das Duo damit gerne mal aneckt, stört ihn nicht im Geringsten. „Nicht jeder wird das mögen, was man tut“, meint Clarke achselzuckend. „So ist das nun mal in der Kunst. Alles ist subjektiv. Solange man das nicht vergisst, ist es nicht schwer, negative Reaktionen zu ignorieren.“ Es darf dennoch gespannt abgewartet werden, wie die Black Metal-Hardliner auf NEW BERMUDA reagieren werden, die sich schon bei SUNBATHER in den sozialen Netzwerken das Maul über diese verdammten Hipster aus San Francisco zerrissen haben.

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