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Die Apokalyptischen Reiter: Begegnung mit der UFO-Frau

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Die Apokalyptischen Reiter
Die Apokalyptischen Reiter

Gerade die Unzahl der Möglichkeiten führt oft zur Qual der Wahl und am Ende zu einem planlosen Chaos. Nicht bei den Apokalyptischen Reitern: Es wird gereizt und nicht gegeizt: „Wir glauben, dass wir gewisse Dinge bis zur Perfektion getrieben und die Extreme noch weiter ausgereizt haben“, meint Fuchs. „Bisher war es oft so, dass die ruhigen Songs sehr ruhig und die harten Stücke sehr heavy ausfielen. Auf MORAL & WAHNSINN haben wir die verschiedenen Passagen besser miteinander verknüpft und so die Songs noch spannender gestalten können.“

[…]

Dabei fing alles friedlich und beschaulich an: Gitarrist Adrian „Ady“ Vogel und Fuchs zogen mit zwei Akustikgitarren im Gepäck gen Frankreich, um sich am Lagerfeuer ganz der Musik und der Natur hinzugeben. „Perfekte Arbeitsbedingungen fernab von jeglichem Stress“, wie Fuchs unterstreicht. Doch neben Lagerfeuer und französischem Wein spielte bei der Entwicklung des Albums auch eine sogenannte „UFO-Frau“ eine nicht zu verachtende Rolle. „Sie wohnt auf einem Berg im Thüringer Schiefergebirge. Ich habe sie beim Wandern kennen gelernt“, erzählt der Frontmann. „Sie kümmerte sich um verwaiste Tiere, besser gesagt: Sie sammelte sie. Die alte Frau war sehr freundlich, hatte aber auch etwas Hexenhaftes und behauptete allerlei Unglaubliches. Später sind wir mit der ganzen Band hin gefahren, um dort zu jammen.“

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Womit wir inmitten der apokalyptischen Grenzerfahrungen angekommen sind. MORAL & WAHNSINN: nur zwei einzelne Wörter, Gegensätzlichkeiten oder doch Brüder im Geiste? „MORAL & WAHNSINN sind oft schwer zu trennen, und das eine verwandelt sich schnell mal in das andere“, erklärt Fuchs. „Alles hängt vom jeweiligen Betrachtungsstandpunkt und der Situation ab. Für den australischen Urweinwohner ist Privatbesitz etwas Unvorstellbares. Für den Moslem ist es selbstverständlich, mehrere Frauen heiraten zu können. Allerdings kommt es mir manchmal so vor, als wenn Moral nur für die Masse da ist und einen Freibrief für den Wahnsinn der Herrschenden darstellt. Hierin liegt unsere Kritik. Moral dient auch der Kontrolle und ist eine Hure, die gern das Kleid wechselt. Ich möchte uns aber nicht als unmoralisch bezeichnen. Ich persönlich glaube an Regeln und Traditionen, da sie dem Menschen Identität und Halt geben. Aber niemand soll behaupten, dass er die dicksten Eier hat. Regeln sind nur so lange gut, bis sie ihren Zweck erfüllt haben. Wenn man starr an etwas festhält, beraubt man sich der Möglichkeit, sich an Veränderungen anpassen zu können und wird untergehen.“

With Full Force 2008

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