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Die Hörprobe

So klingt das neue Metallica-Album HARDWIRED…TO SELF-DESTRUCT!

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HARDWIRED… TO SELF-DESTRUCT erscheint am 18. November 2016. Wir durften bei einem exklusiven Listening-Event in New York City bereits reinhören und trafen die Band zum ausführlichen Gespräch. Alles zum neuen Metallica-Album erfahrt ihr in der nächsten METAL HAMMER-Ausgabe, ab 16. November am Kiosk!

So klingt das neue Metallica-Album HARDWIRED… TO SELF-DESTRUCT!

CD 1

Hardwired (3:09)

Der Einstieg ist längst bekannt: sägende Riffs, flirrende Soli und krachende Drums preschen voran; Hetfields Gesang steht im Vordergrund, wirkt stellenweise jugendlich hoch und wild keifend. Lars Ulrich bezeichnet den wütenden Song, der als letzter entstanden ist, als Statement für das gesamte Album. Mit knapp über drei Minuten ist er der kürzeste – ausreichend Zeit, um eine klare Ansage zu machen!

Atlas, Rise! (6:29)

Dem ersten Höreindruck zufolge schon jetzt der stärkste Song des gesamten Albums! Während der Gesang an die MASTER OF PUPPETS-Zeit erinnert, drängen sich viele BLACK ALBUM-Referenzen auf. Zuvorderst das monumentale Groove-Riff sowie der skandierende, stampfende Refrain: „Crushed under heavy skies. Atlas, rise!“. Hoch melodische Soli erinnern (nicht zum letzten Mal auf HARDWIRED… TO SELF-DESTRUCT) an Iron Maiden, ergänzen die typische Metallica-Gitarrenarbeit und das beißende Riffing. Ein vertrackter und abwechslungsreicher, aber durchgehend schlüssiger, starker Song!

Now That We’re Dead (6:59)

Langsame, heavy Grooves leiten ein, dazwischen galoppieren Drums, schmatzt der Bass und drückt eine kernige Lead-Gitarre. Erneut drängen sich Erinnerungen an BLACK ALBUM auf, wenn auch mit mehr Druck, Wucht, Thrash. Hetfield klingt diabolisch-finster. Die Bridge öffnet sich ein Stück ins Hymnische, der Song bleibt auch im simplen, riff-getriebenen Refrain im Midtempo-Bereich. Später variieren Metallica Grundthema und Geschwindigkeit, bevor Lars Ulrich zum Finale noch mal richtig einen raushaut.

Moth Into Flame (6:08)

Als zweiter Song aus dem Album veröffentlicht, stellt ‘Moth Into Flames’ das melodische, aber keinen Deut weniger heavy rockende Gegenstück zu ‘Hardwired’ dar. NWOBHM-Attitüde trifft auf klassischen Bay Area-Thrash. Das Ergebnis taugt schnell, hart, knackig und mit betörender Melodie sowohl als Stadionhymne wie auch für den Moshpit! Hetfield singt im Refrain voluminös, bleibt in den geshouteten Strophen in höheren Stimmlagen. Ein zäh fließendes Solo geht bald in einer Frickelorgie auf, in der Bridge begibt sich die Band auf Geschwindigkeitsrekordjagd.

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Dream No More (6:29)

Wer ruft hier während des düsteren, langsamen Groove-Intros nach dem BLACK ALBUM? Wahrscheinlich jeder, der auch mit einem „Hey! I’m your life!“ rechnet. James singt den Midtempo-Banger mit beschwörender Stimme vor zähen Riffs und stampfenden Grooves. Die Bridge zieht etwas an, bevor der Refrain wieder diabolisch groovt und altbekannte Dämonen heraufbeschwört („You turn to stone – can’t look away. You turn to stone – madness, they say. Cthulhu, awaken“). Das klassische Solo entwickelt sich zu einem melodischen Spiel, im Zwischenteil wird der Refrain variiert.

Halo On Fire (8:15)

Ein schwer stapfendes, dröhnendes Riff wird melodisch aufgelöst, Lars galoppiert voran – bevor schnell zurückgerudert wird: ‘Halo On Fire’ entpuppt sich als die Albumballade, steht damit in bester Tradition von ‘The Day That Never Comes’, aber mit ganz eigenem Dreh. Der Refrain ist emotional aufgeladen, James’ Stimme überschlägt sich beinahe. Jederzeit scheint alles kurz vor der Explosion zu stehen, rollende Drums und knallende Gitarren erhöhen im Wechsel mit clean gespielten Gitarren den Druck. Im C-Teil regiert ein dicker Groove, die fast kitschige Auflösung fängt ein dickes Riff auf und führt zum hymnenhaften Ausklang.

CD2

Confusion (6:43)

Wachgerufene Erinnerungen an ‘One’ kommen nicht von ungefähr: ‘Confusion’ behandelt die Folgen des Kriegs und erzählt von posttraumatischen Belastungs­störungen. „Coming home from war, pieces don’t fit anymore. Make it go away, please make it go away“, skandiert Hetfield. Das klagende Solo reißt mit, marschierende Drums und unheilvolle Gitarren rahmen den Song mit epochalem Anstrich ein.

ManUNkind (6:55)

Die einzige Nummer, bei der Rob Trujillo Songwriting-Ccredits zugeschrieben bekam. Ein schwerer Brocken, aber anspruchsvoll und spannend: fast jazz-artig ergänzen sich Stakkato-Riffs und stampfende Drums oder schunkelnde Gitarren vor verquerem Rhythmus. Auch im Solo bleibt es rhythmisch vertrackt, zuweilen gibt die Gitarre an Rage Against The Machine gemahnende Töne von sich. Im Zwischenteil fordern melodische Kniffe zwischen Gesang und Gitarre heraus. Ein sehr spezieller Song!

Here Comes Revenge (7:17)

Eine Rachehymne, in der Wahnsinn und Hass brodeln. Die Strophen des bissigen Midtempo-Songs klingen eher zurückgenommen, wuchtige Drums und ein satter Bass unterstützen einen knarzig tönenden Hetfield, der Zeilen wie „Here comes revenge, just for you. Revenge, you can’t undo“ angemessen angriffslustig vorträgt, bevor ein sirenenartiges Solo die Nummer beendet.

Am I Savage? (6:30)

Zum wiederholten Mal holen unverzerrte Gitarren den Hörer im langsamen Intro ab; nach wenigen Sekunden löst sie jedoch ein rock’n’rolliger Sound ab, der in einen wuchtigen, dicken Groove aufgeht. James singt in lang gezogenen Silben, was den lavamäßigen Gesamteindruck unterstreicht. Und weder hat bis heute ein bisschen ‘Sad But True’ einem Song geschadet, noch ein markantes Hetfield-Trademark-Lachen.

Murder One (5:45)

Ein Tribut an Lemmy ­Kilmister, der nicht nach Motörhead klingt, und doch fortwährend daran erinnert: großartiger Schachzug! ‘Murder One’ ist ein nach pumpenden Fäusten rufender Midtempo-Groover, der auch ohne Killer-Refrain intensiv wirkt. Der Text besteht dabei aus Motörhead-Song-Zitaten sowie -Anspielungen und endet mit der Zeile „Till the end, been living to win“ mit einer anerkennenden Träne im Knopfloch.

Spit Out The Bone (7:09)

‘Battery’ und ‘Damage Inc.’ haben einen neuen ­Bruder. Wie. Krass. Schnell! Die Drums rennen voran, Riffs fliegen hinterher, Metallica eröffnen Maschinen­gewehrsalven. James Hetfields Gesang steuert bei durchgedrücktem Gaspedal dezent Melodie bei, während sich der Refrain im Riff-Rausch ein Stück hervorhebt und der C-Teil noch eine Schippe Hymne drauflegt. Ein weiteres Solo wird von der Dampfwalze zum Geschoss mit melodischem, fast klassischem Anstrich. Ein Finale, das bald keine Kraft mehr für eine weitere Runde lässt!

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