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Masterplan: Zurück in die Zukunft?

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METAL HAMMER: Würdest du zustimmen, dass METALMORPHOSIS euer bislang härtestes und schnellstes Album ist?

Roland Grapow: Mag sein. Die Scheibe war allerdings nicht bewusst auf Schnelligkeit oder Härte ausgelegt. Ich wollte einfach kompromisslos das machen, was mir gefällt, ohne Einschränkungen. Früher waren Masterplan mitunter limitiert. Zum Beispiel wollte unser ehemaliger Sänger Jorn Lande bei der zweiten Scheibe grundlegende Änderungen, er forderte: „Ich möchte nicht mehr so hoch schreien, lasst mich diesen oder jenen Song eine Oktave tiefer singen.“

Bei TIME TO BE KING herrschte sogar die absolute Einschränkung, Jorn sagte: „Ich will keinen Power Metal, ich will keine Doublebass-Nummern!“ Deswegen haben wir die Stücke auf ihn zugeschnitten. Auf METALMORPHOSIS habe ich dagegen wieder kompromisslos das gemacht, wovon ich denke, dass es Roland Grapow-Fans hören möchten. Ein bisschen back to the roots, mit ein wenig mehr Helloween-Elementen.

MH: Damit waren deine Mitmusiker einverstanden?

RG: Natürlich gab es in der Band kleine Unsicherheiten: „Klingt das noch nach Masterplan?“ Deshalb haben wir das Album METALMORPHOSIS genannt: zurück zu unseren Anfängen mit ein bisschen mehr Metal-Einflüssen. Die bisherigen Reaktionen zeigen, dass es den Fans gefällt.

Extrem ­downtuned

MH: Woran erkennt man den typischen Masterplan-Stil?

RG: Vermutlich vor allem an meiner Gitarrenarbeit, die ich in dieser Form bei Helloweens THE DARK RIDE gelernt habe. Also mit einem heavy Sound, ein bisschen wie John Sykes damals bei Whitesnake, aber auch wie Rainbow oder Deep Purple bei orientalisch inspirierten Songs. Und natürlich wie Michael Schenker oder Uli Jon Roth, allerdings heavier, auch schon mal downtuned oder sogar extrem ­downtuned. Wie etwa in ‘Bleeding Eyes’ von unserem Debüt, als wir ein bisschen wie Helloween in ‘The Dark Ride’ klingen.

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