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Earshakerday mit Machine Head, Lamb Of God u.v.a. (Teil 2)

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Soulfly spielen bereits auf der Nebenbühne, doch wir stecken immer noch im Merch-Bereich fest. Die Situation ist in der Tat grenzwertig, denn über ein mögliches Problem wie dieses hat sich offenbar niemand Gedanken gemacht. So lassen die Ordner irgendwann weitere Leute nur tröpfchenweise in die kleine Halle. Bei Max Cavalera und Soulfly hingegen tobt dann auch der Mob und es ist ein erstklassiges Bild, das sich einem bietet. Es geht zwar schon Richtung Ende der Show, als Sepulturas ‚Roots Bloody Roots‘ den Soulfly-Freunden von Napalm Death und Sick Of It All gewidmet wird, doch energietechnisch geht hier noch mehr. Hunderte Fäuste und Hörner werden schließlich gen Bühne gereckt, als Soulfly zunächst Slayers ‚Angel Of Death‘ anspielen und es in ‚Jumpdafuckup/Eye For An Eye‘ münden lassen. Fett!

Nachfolgend heißt es wieder einmal Belegung der beiden Bühnen zu denselben Zeitslots – hervorgerufen durch die Verschiebungen auf beiden Bühnen, die im Verlaufe des Tages zusammenkamen. Killswitch Engage rocken mit dem zurückgekehrten alten Sänger Jesse Leach die große Halle und Paradise Lost lassen ihren kalten britischen Metal im kleinen Saal erklingen. Fototechnisch entscheiden wir uns für die Engländer. Deren Sänger Nick Holmes muss sich erst vor kurzem wieder einen Sommerschnitt verpasst haben, doch zumindest Gitarrist Greg Mackintosh lässt seine langen Haare noch genau so schön im Wind des eigens dafür aufgestellten Bodenventilators wehen. Klassiker wie ‚Erase‘, ‚As I Die‘ und ‚Forever Failure‘ waren dabei genauso vertreten, wie einige Songs des nicht minder schlechten, damals jedoch heftig diskutierten Albums „One Second“. Sehr gute Show.

Killswitch Engage ließen in der großen Halle aber auch nichts anbrennen und spielen einfach alle Hits, die sie haben. Derer sind das ganz schön viele, das kann man so sagen. Die Stimmung weißt jedoch entweder darauf hin, dass die Luft so langsam raus ist, oder dass viele Fans in Basel einfach auf die restlichen Bands warten. Lamb Of God zum Beispiel, die, wie sich einige Tage später herausstellen wird, in Basel eine der letzten Shows spielen, bevor Sänger Randy Blythe in Tschechien verhaftet wird, weil er angeblich am Tod eines Fans schuld sein soll. In Basel jedoch denkt natürlich niemand an das, was da eine Woche später durch die Medien dieser Welt gehen soll. Was jedoch umso mehr auffällt, ist die Energie, die doch noch im Publikum zu stecken scheint, denn Lamb Of God haben in Basel wohl mehrere Eisen im Feuer. Die Menge tobt und lässt sich wirklich zu lautem Beifall hinreißen, als die Riffs von Krachern der Marke ‚Walk With Me In Hell‘, ‚The Underow‘, oder ‚Redneck‘ in die Halle geblasen werden.


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