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METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Edguy-Interview: Im Zeichen des Hofnarren

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Auf den ersten Blick ist ein Narr eine eher lustige oder einfältige Erscheinung. Und dazu trägt er in der Regel selbst bei. „Wir haben seit unseren Anfangstagen mit einigen Konventionen im Metal gebrochen, das stimmt. Das geschah aber eher unfreiwillig und aus Naivität“, meint der Edguy-Frontmann Tobias Sammet. „Wir wollten uns nicht verstellen und dachten damals wirklich, man käme mit Ehrlichkeit und Authentizität am weitesten. Das hat uns dieses Image eingebracht.“

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Edguy wählten mit ‘Robin Hood’ eine recht sperrige und überlange Single, wie auch der Meister selbst unumwunden zugibt. „Wir haben schon so viele schöne Songs geschrieben, die man im Radio hätte spielen können. Aber das hat kein Schwein interessiert. Deshalb haben wir nun ein Stück ausgewählt, das man den Radioredakteuren erst gar nicht vorlegen muss“, grinst Sammet. Der zugehörige Video-Dreh soll in einem Waldstück in der Nähe von Berlin stattfinden und dürfte bei Erscheinen dieses Hefts abgeschlossen sein. Aber wie kommt man denn darauf, den englischen Nationalhelden nach Preußen zu verpflanzen? Historiker Dr. Sammet putzt sich seine Brillengläser am Ärmel ab. „Es gibt neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die zu bestätigen scheinen, dass Hood nie im Sherwood Forest, sondern in Deutschland sein Unwesen getrieben hat. Außerdem haben unsere Scouts ganz Europa nach einem passenden Wald abgesucht und sind bei Berlin fündig geworden. Äh, was war nochmal die Frage? Egal, wir werden auch noch einen zweiten Clip drehen, und zwar zu ‘Two Out Of Seven’.“

[…]

Doch weg von dieser Frage und hin zum Texten an sich. Das fällt auch Tobias nicht immer leicht. „Grundsätzlich mache ich das gerne, zumindest wenn es läuft“, sagt er. „Heute versuche ich das zwanghafte Reimen zu verhindern, da geht es mir mehr um den Inhalt. Ein schwaches Lied wird kaum durch einen starken Text gerettet. Aber ein genialer Song kann durch einen beknackten Text zerstört werden. Wenn ich mir unsere früheren Edguy- und Avantasia-Platten anhöre, dann bin ich mit der Musik immer noch einverstanden. Aber die Texte fielen manchmal schon arg platt aus. Wenn wir solche Stücke im Proberaum spielen, dann grinst die Band immer ziemlich breit. Und ich kann es ihnen nicht verdenken.“

Die kompletten Intensiv-Betrachtung lest ihr in unserem September-Heft, das es dieses Mal so richtig in sich hat. Es bringt neben dem gewohnten Mix aus Interviews, Reviews und Konzerten ein Metallica-Sonderheft zum „schwarzen Album“ und eine exklusive CD mit Cover-Songs dazu. Unter anderem spielen Lemmy, DevilDriver, Doro und Callejon mit.

 

Alle Infos und Song-Tests findet ihr unter metal-hammer.de/sonderheft

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland portofrei für 7,90 Euro per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 09/11“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.

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