Editorial zur Februar-Ausgabe 2012: Worte vom Chef

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Liebe Headbanger,

ein Album wie ein Erdbeben: VULGAR DISPLAY OF POWER. Damit erschütterten Pantera vor 20 Jahren die Metal-Szene. Jahrelang waren sie auf der Suche nach dem passenden Stil gewesen, COWBOYS FROM HELL (1990) brachte ihnen erste Achtungserfolge, aber erst das sechste Album schlug ein wie eine Bombe. Glattrasierter, muskelbepackter, harter US-Metal. Die Headbanger weltweit drehten durch, und Pantera stiegen zur Riff-Supermacht auf.

Dieses Album hat die Banger-Welt verändert, und im Zuge der Recherchen um die Veröffentlichung dieses Meilensteins gelang Matthias Weckmann sogar eine kleine Sensation: Nach langem Schweigen stellt sich der ehemalige Sänger Phil Anselmo zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder den Fragen des deutschen METAL HAMMER. „VULGAR DISPLAY OF POWER zeigt Pantera auf allen Ebenen in Bestform“, sagt das Südstaaten-Raubein heute. Eine Aussage, die wir in der Redaktion alle blind unterschreiben können. Doch der Frontmann, der mittlerweile bei Down das Mikro schwingt, zeigt im Gespräch auch seine emotionale Seite. Vor allem dann, wenn er an seinen ehemaligen Weggefährten Dimebag Darrell denkt, den er seit dem Attentat vom 8. Dezember 2004 schmerzlich vermisst. Lest die gesamte mitreißende Geschichte ab Seite 20.

Auch Dimebag kommt nochmal persönlich zu Wort. Wir haben in den alten Kassetten- Bergen von Anzo Sadoni gewühlt und einen kleinen Schatz geborgen: Anzo hatte Dimebag im Zuge der Damageplan-Tour im Sommer 2004 getroffen, um ihn zu seinen Tattoos zu befragen. Hört auf der diesmonatigen Maximum Metal-CD selbst, was für ein sympathischer Typ der Riffmeister war und wie er ein Gespräch an sich reißen kann.

Adam „Nergal“ Darski von Behemoth ist ebenso ein charismatischer Metal-Arbeiter. Mitte 2009 warf ihn eine Krebserkrankung aus der Bahn, Konzerte wurden abgesagt, die Zukunft der polnischen Todesmetaller war fraglich. Doch Nergal ist nicht nur auf der Bühne ein beinharter Extrem-Metaller, auch so beißt er sich durchs Leben und besiegte in Rekordzeit sein schweres Leiden. Im Februar kehrt er bereits auf die Bühne zurück, wenn er mit Behemoth im Vorprogramm von Cannibal Corpse zur Full Of Hate-Tour bläst, dem Death Metal-Höhepunkt des erste Halbjahres. Wie Nergal die schwerste Zeit seines Lebens meisterte – lest selbst ab Seite 54.

Weiterhin eröffnen Lamb Of God das junge Jahr mit einem Bollwerk an Brutalität, Riffs und hartem Stahl: RESOLUTION. Die Band um Sänger Randy Blythe, die in den vergangenen Jahren immer mal wieder als legitime Pantera-Nachfolger gehandelt wurden, erzählen im Interview mit Tom Küppers, wie sie mit den düsteren Seiten des Lebens zurecht kommen und wie diese Einfluss auf ihre Musik nehmen.

Die jahrelange Arbeit an stahlharter Front wird in diesem Monat mit einem exklusiven Lamb Of God-Titel (siehe oben) gewürdigt, den unsere Abonnenten exklusiv frei Haus bekommen. Doch damit noch nicht genug Metal für diesen Monat: Wir waren bei den Top Ten-Metallern In Flames im Tourbus dabei, trafen den Snaggletooth-Erfinder Joe Petagno, lassen die letzten 25 Jahre Blind Guardian Revue passieren und standen bei Konzerten von Bands wie Cathedral, Morbid Angel oder Def Leppard in der ersten Reihe.

Zum Schluss noch eine Schweigeminute für David Gold von den amerikanischen Folk/Black/Prog/Doom-Metallern Woods Of Ypres. Kurz vor Veröffentlichung des neuen Albums WOODS 5: GREY SKIES & ELECTRIC LIGHT verstarb der Multi-Instrumentalist im Dezember bei einem tragischen Verkehrsunfall. Wir haben seine Musik sehr geschätzt, sie wird für immer weiterleben.

Maximum Metal!

Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 4,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 02/12“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.

Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

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Editorial METAL HAMMER 06/2024

Liebe Metalheads, Saltatio Mortis sind auf einer Reise. Musika­lisch haben sie in den zurückliegenden Jahren viele Felder abgegrast; mit FINSTERWACHT kehren sie ein Stück weit zu ihren Wurzeln zurück. Zum einen musikalischer Natur: Folk, Mittelalter und Epik werden auf dem neuen Album großgeschrieben. Zum anderen inhaltlich, denn die Band-Mitglieder sind Rollenspieler mit Leib und Seele – und bei FINSTERWACHT erfüllen sie sich den Traum, mit den Machern der legendären ‘Das Schwarze Auge’-Reihe zusammenzuarbeiten. Spielfreude Entstanden ist nicht nur ein Album, sondern obendrein auch ein Roman, ein Spiel, eine eigene Welt – ausreichend Stoff, um in einer ausführlichen Titelgeschichte darin einzutauchen!…
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