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Eloy Casagrande (Slipknot): Geschichte hinter der Maske

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Letztes Jahr wurde Ex-Sepultura-Schlagzeuger Eloy Casagrande fester Bestandteil von Slipknot. Entsprechend der Band-Tradition trägt er auch eine individuell gestaltete Maske. In einem Interview mit Modern Drummer sprach er über die Bedeutung der verschiedenen Bestandteile des Masken-Designs. Besonders auffällig sind das Schussloch in der Mitte der Stirn, die braunen Falten und die schwarzen Linien, welche von den Augen und der Nase aus nach außen gehen.

Maskenbilden als Slipknot-Teamarbeit

Eloy hatte ein Mitspracherecht, jemand anders hatte jedoch auch seine Finger im Spiel, erzählt der Schlagzeuger: „Die Maske ist ein gemeinsames Projekt von mir und Clown.“ Shawn „Clown“ Crahan war der Erste, der das Thema aufbrachte: „Ganz am Anfang fragte er mich bereits, ob ich auch eine weiße Maske tragen könne. Es soll eine Erinnerung an Joey Jordison sein und sein Vermächtnis darstellen.“ Der 2021 verstorbene Schlagzeuger trommelte von ihrer Gründung bis 2013 bei Slipknot. Seine Masken veränderten sich zwar über die Jahre, behielten jedoch stets ihre schwarzen Linien.

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Die anderen Merkmale von Casagrandes Maske gehen auf seine brasilianischen Wurzeln zurück: „Ich habe den Vorschlag gemacht, diese schwarzen Linien so einzubringen, dass sie an die Traditionen der brasilianischen Ureinwohner erinnern. So habe ich die Brasilianer und ihre Kultur immer bei mir.“ Clown hatte auch noch einen Vorschlag: „Mein Gesichtsausdruck ist sein Werk. Er hat mich dabei beobachtet, wie ich ohne Maske spiele. Dann meinte er, er möchte meinen echten Ausdruck in der Maske darstellen.“

Traumaverarbeitung durch die Maske

Das wohl prominensteste Merkmal, das Schussloch, stammt vom Schlagzeuger selbst: „Vor zwei Jahren wurde ich in São Paulo überfallen. Ich war morgens in meiner Nachbarschaft unterwegs auf dem Weg ins Fitnessstudio, als zwei Männer auf Motorrädern neben mir hielten. Sie haben eine Pistole auf mich gerichtet und meinen Rucksack mitsamt Handy verlangt. Dieses Erlebnis hat etwas in mir verändert. Er hat sich entschieden, nicht zu schießen. Da habe ich Glück gehabt.“ Er führt aus: „Außerdem steckt eine Philosophie dahinter, die besagt, dass ich nichts zu verlieren habe, weil ich schon tot bin. Dieses Gefühl gibt mir eine Art Freiheit, wenn ich auf die Bühne gehe. Das ist sehr inspirierend.“


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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