Toggle menu

Metal Hammer

Search

Heaven Shall Burn + Cataract + Days Of Loss live

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Wien liebt Heaven Shall Burn – und Heaven Shall Burn lieben Wien. Nach einem grandiosen Auftritt zur Neueröffnung des Gasometers im Herbst 2008 (hier der Konzert-Bericht), spielen die Thüringer dieses Mal gleich zwei Konzerte hintereinander in der prall gefüllten Szene; dank Mitschnitt für Bonusmaterial mit aufwändiger Lightshow sowie brandneuen Songs im Gepäck.

Als Anheizer dürfen um kurz nach acht die Lokalmatadore Days Of Loss für Stimmung sorgen. Ihr nicht unmelodischer Death Metal bringt die ersten Haarspitzen zum fliegen, kleinere Pit-Scharmützel werden im vorderen Drittel der bereits gut bevölkerten Halle ausgetragen. Zu recht, denn besonders Songs wie “White Page“ oder “Immortal“ der neuen Platte LIFE IS DECAY bestechen mit genügend Groove und Härte, um auch anspruchsvolle Todeskonsumenten zu überzeugen.

Peitschende Fäuste, Klatschen, Violent Dancing: Im Anschluss kracht bei Cataract so richtig die Schwarte. “On This Graveyard“ läutet den Reigen ein, und das Publikum feiert mit den Schweizern von Anfang an. Sehr putzig: Front-Koloss Federico Carminitana, der als flotter Fitnesstrainer im Überformat die Leute mit “Jeder bewegt seinen Arsch“-Sprüchen und viel Bewegung animiert. Da zünden Mosh-Granaten wie ”The Separation Of Life And Time“, “Denial Of Life“ und “Nothing’s Left” nochmal um einige Grad heißer – und natürlich lässt auch die obligatorische Wall Of Death nicht lange auf sich warten.

Doch trotz Cataract’schem Schweiß und Kondenswasser galore: Heaven Shall Burn kann heute Abend keiner toppen. Schon der Einstand mit “Counterweight“ lässt die Szene erbeben, eine ganze Batterie an zusätzlich montierten Scheinwerfern taucht die mit schicken Band-Bannern tapezierten Wände in bunte Farbspiele, CO2-Kanonen feuern frostige Fontänen in die Menge. Nicht kleckern, sondern klotzen lautet die Devise. Und die zelebrieren Heaven Shall Burn genüsslich gut eineinhalb Stunden lang ohne Rücksicht auf Verluste. So wirft sich Sänger Marcus Bischoff immer wieder zum Duett mit den Fans in die ersten Reihen, lässt sich auf Händen tragen, bezirzt die Wiener mit breitem Ossi-Charme.

“Habt ihr Lust auf Bewegung?!“ Aber klar doch! Spätestens zu “Endzeit“ jagen sich Circle Pits und Walls Of Death im Minutentakt, segeln Crowdsurfer fröhlich über die Köpfe. Die von Gitarrist Maik Weichert angekündigte Welturaufführung des brandneuen Stücks “Messenger“ (ehemals “Omen“) sorgt für die gleichen Begeisterungsstürme wie die bewährte Dampfhämmer der Marke “Architects Of The Apocalypse“ oder “Behind The Wall Of Silence“. Kurzum: Ein schweißtreibendes Spektakel – frei nach Heaven Shall Burns bald erscheinendem neuen Schlag in die Magengrube: INVICTUS – unbesiegt!

Und wer von einmal Heaven Shall Burn noch nicht genug hat, der pilgert am darauf folgenden Tag erneut in die Szene und schaut sich den zweiten Streich der Jungs in Folge an: Unter dem Motto “Defending Sparta“ lässt die Band in Unterhosen, Umhängen und Plastikhelmen eine waschechte Metal-meets-300-Sause vom Stapel. Passt definitiv. Und Karneval ist ja noch nicht allzu lange her…

Bilder zum Event findet ihr oben in der Galerie, die Setlists beider Tage weiter unten.

Kathy Schütte

Setlist Heaven Shall Burn (20.02.2010):
Counterweight
The Weapon They Fear
Voice Of The Voiceless
Endzeit
Messenger
Architects Of The Apocalypse
Murderers Of All Murderers
The Disease
Buried In Forgotten Grounds
Unleash Enlightment
Of No Avail
Black Tears
—–
Mybestfriends.com
Behind A Wall Of Silence

Setlist Heaven Shall Burn (21.02.2010):

Intro „Sparta“
Forlorn Skies
Counterweight
Voice Of The Voiceless
Endzeit
Buried In Forgotten Grounds
The Disease
Architects Of The Apocalypse
Murderers Of All Murderers
Messenger
Unleash Enlightment
Of No Avail
Black Tears
—–
The Weapon They Fear
Behind A Wall Of Silence
Mybestfriends.com

Weitere aktuelle Konzert-Artikel:
+ Mastodon + Totimoshi live in Hamburg
+ Hypocrisy + Survivors Zero + Dust Bolt live in München
+ Wolfmother + The Black Angels live in Hamburg

teilen
twittern
mailen
teilen
AC/DC ‘Hells Bells’: Süßer die Glocken nie klingen

Es gibt unzählige Cover-Versionen von ‘Hells Bells’, die meisten davon aus dem Metal-Genre und als Tribut gedacht – mal gelungen, mal weniger, und auch die Meinungen darüber, ob man diesen Klassiker überhaupt covern "darf", sind gespalten. ‘Hells Bells’ auf 76 Kirchenglocken Wie auch immer: Eine neue, übelst passende Würdigung des AC/DC-Songs wurde in Deutschland umgesetzt, genauer gesagt auf dem Carillon des Roten Turms in Halle/Saale. Der dort wohnhafte armenische Komponist, Gitarrist, Vokalist, Arrangeur, Produzent, Pädagoge und Musikwissenschaftler Davit Drambyan zeichnet für das gelungene Glockenspiel verantwortlich. Das Glockenhaus (Carillion) des Roten Turms ist das größte in Europa, wurde 1999 vollendet und…
Weiterlesen
Zur Startseite

3 Monate METAL HAMMER nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €