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Heaven Shall Burn-Sänger arbeitet auf Intensivstation

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Derzeit rufen viele Musiker zur Vernunft und dazu auf, zu Hause zu bleiben. So Recht sie damit haben, erscheint das ein wenig inflationär – alle diese Appelle muss man sich sicher nicht reinziehen. Eine Bitte unterscheidet sich jedoch vom Rest; dabei handelt es sich um ein Video von Heaven Shall Burn-Schreihals Marcus Bischoff (siehe unten), der im Hauptberuf bekanntlich als Krankenpfleger arbeitet.

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So hat sich der Heaven Shall Burn-Frontmann vor kurzem aus dem Krankenhaus, in dem er arbeitet, zu Wort gemeldet und an all die Fans sowie Metalheads da draußen gewandt: „Hallo, hier ist Marcus von Heaven Shall Burn. Seid gegrüßt! Eigentlich müsste ich gerade jetzt draußen mit meinen Jungs auf der Bühne stehen und mit euch unsere Release-Partys feiern zu unserer neuen Platte [OF TRUTH AND SACRIFICE – Anm.d.R.], euch vielleicht sogar dazu animieren, Platten zu kaufen, auf Chart-Erfolge zu hoffen. Ich sag: Scheiß drauf! Es gibt Wichtigeres! 

Klare Prioritäten

Deswegen bin ich jetzt hier, beginne grade meinen Spätdienst auf der Intensivstation in den Thüringen-Kliniken. Was jetzt in Zukunft auf uns zukommt, weiß ich natürlich genauso wenig wie alle anderen. Aber ich kann eins versprechen: Alle Ärzte, Pflegekräfte, Hilfskräfte werden ihr Bestes geben. Hier in den Thüringen-Kliniken, aber ich denke auch – und damit herzliche Grüße an alle anderen – deutschlandweit, europaweit, weltweit.“

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Doch damit nicht genug: Eine Sache wollte der Heaven Shall Burn-Mann unbedingt noch loswerden: „Mir ist ganz wichtig – und das liegt mir sehr am Herzen: Passt auf euch auf, bleibt gesund, bleibt vor allem solidarisch und verdammt nochmal bleibt zu Hause! In diesem Sinne, euer Marcus.“ Das können wir so nur unterschreiben. Damit hat Bischoff ein tolles und wichtiges Statement rausgehauen, das mal wieder unter Beweis stellt, was für großartige Typen die Thüringer Metaller sind.

https://www.facebook.com/officialheavenshallburn/videos/200532931231843/

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Frauen im Metal: Ist das Feminismus oder kann das weg?

Es sollte nichts Besonderes sein, wenn eine Band eine Musikerin einstellt anstatt ein männliches Pendant. Es sollte auch selbstverständlich sein, dass Bands mit weiblicher Besetzung genauso gut gebucht werden wie komplett männlich besetzte Formationen. Schließlich sind die Wurzeln des Rock’n’Roll auf eine schwarze Frau zurückzuführen. Sister Rosetta Tharpe untermalte einige ihrer Gospel-Songs mit einer flotten E-Gitarre und wird deswegen von vielen als Mutter des Genres verehrt. Trotzdem ist es ärgerlicherweise immer noch überraschend, wenn mal eine Frau ran darf. Rock- und Metal-Festivals sind zweifellos nach wie vor von männlichen Bands dominiert, und die Headlinerslots sowieso. Und auch wir müssen uns…
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