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METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Im Pit bei: Annihilator + The Generals

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The Big Four hin oder her, bei fast 30 Jahren Bandbestehen zählen die kanadischen Thrash Metal-Könige Annihilator zu den absoluten Instanzen der Szene. Mit Album Nummer 14 und dem Knüppel-Support The Generals im Schlepptau lassen sie dabei die Alte Seilerei in Mannheim beben. Auch die gestandenen Fans sagen dazu nicht nein und erweisen dem schwedischen Vierer schon mal einen Empfang, der sich hören lassen kann.

Kuschelig gefüllt, wenn auch nicht wirklich ausverkauft, erntet die Truppe mit ihrem knallharten Death’n’Roll nämlich ordentlich Applaus, obwohl sich die Mannheimer zunächst noch etwas bewegungssteif geben. Aufgrund des riesigen Drum-Sets von Annihilator-Drummer und Nesthäkchen Mike Harshaw, das schon allein die halbe Bühne einnimmt, und der minimalistisch anmutenden Lightshow haben allerdings auch The Generals selbst kein leichtes Spiel. Zumindest soundtechnisch gibt es dagegen wenig zu meckern. Vornehmlich kracht und scheppert es hier Material aus der aktuellen Scheibe BLOOD FOR BLOOD – Schnörkellos!

Etwas filigraner, aber keineswegs weniger brachial gehen Riffmeister Jeff Waters und seine mittlerweile bestens aufeinander abgestimmten Mitstreiter zu Werke. Nach einem markerschütternden Intro legen Annihilator gleich mal mit einer alten Bekannten los – ‘Alison Hell‘ schraubt die Stimmung schlagartig aufs Maximum. Mit dem größten Hit anzufangen unterstreicht sicherlich das Selbstbewusstsein der Kanadier, bei einem nahezu unerschöpflichen Song-Repertoire erweist sich der Opener jedoch als genialer Schachzug. Flankiert wird der Klassiker von nicht minder bekannten Konsorten der Marke ‘W.T.Y.D.‘, ‘Set The World On Fire‘ oder dem Titeltrack aus Waters‘ selbsternanntem besten Annihilator-Album NEVER, NEVERLAND.

Fan-Herz, was willst du mehr? Anstatt die neue und bei Weitem nicht schlechte Platte FEAST zu promoten, fühlt sich das Quartett offensichtlich bei ihren frühen Stücken am wohlsten. Und das merkt man vor allem dem Chef-Saitenhexer höchstpersönlich an, der mit einem gestanzten Grinsen ständig von der einen Bühnenseite zur anderen sprintet oder wahlweise den altbekannten Grimassenschneider während seiner Solo-Exzesse raushängen lässt. Bei einem solch ursympathischen Auftreten ist es ein wahres Fest, der Truppe bei der Arbeit zuzusehen. Dass die Jubelstürme zwischen diesem Hitfeuerwerk zu nahezu keiner Sekunde abreißen, versteht sich dabei natürlich von selbst.

Weiter im Best-of-Programm geht es mit dem derb groovenden ‘The Fun Palace‘ oder den fast schon unheimlich tight gezockten ‘Fiasco‘ und ‘I Am In Command‘. Einzig willkommene Verschnaufpause bietet das akustisch dargebotene SET THE WORLD ON FIRE-Trio aus ‘Phoenix Rising‘, ‘Sounds Good To Me‘ und ‘Snake In The Grass‘, bei dem der unverwechselbare, cleane Annihilator-Gitarrensound mehr denn je zum Tragen kommt – zum Dahinschmelzen! Und siehe da, nach 90 Minuten und einem beeindruckenden (wenn auch nicht wirklich nötigen) Drum-Solo wird endlich auch FEAST mit insgesamt drei Songs bedacht. So kurz vor Ende des eigentlichen Sets hätten die Herren ihr neues Material allerdings gewiss auch etwas zuträglicher entzerren können.

Aber seis drum, gut zwei Stunden und drei fette Zugaben später (‘Ultra-Motion‘, ‘King Of The Kill‘ und ‘Phantasmagoria‘), müssen sich dann nämlich selbst die fittesten Kanadier mit einem resignierenden ‘Wir haben leider keine Songs mehr‘ geschlagen geben… und das dürfen Jeff Waters und Co. auch reinen Gewissens tun, denn heute haben sie wirklich alles gezockt und vernichtet. Respekt!

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