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Im Pit bei: Edguy + Unisonic + Starchild

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Schon vor Konzertbeginn ist klar: Edguy sind inzwischen auch weit außerhalb der Metal-Szene bekannt. Typische Langhaar-Metaller mischen sich mit Mit-Fünfziger Schrebergarten-Typen. Obwohl das Publikum nicht unterschiedlicher sein könnte, herrscht eine entspannte  Stimmung. Die Turbinenhalle ist zwar nicht ausverkauft, für einen Sonntag-Abend aber dennoch sehr gut gefüllt.

Dieser Abend steht ganz im Stern des Power Metal. Los geht es mit Starchild. Mit Jens Becker am Bass (GraveDigger) und Michael Ehré (Gamma Ray) an den Drums sind zwei bekannte Gesichter der Power Metal-Szene am Start.

In erster Linie fällt aber Sandro Giampietros durchweg sehr gute Stimme auf. Giampietro klingt wie eine Mischung aus Sammet und Dickinson und bietet mit dieser Performance einen mehr als gelungenen Start in den Abend. Lediglich die ständigen Sound-Probleme nerven. Hier wird das Intro zu früh gespielt, da fällt eine Gitarre aus und dort will das Mikro nicht so recht funktionieren. Nicht wirklich toll, lenkt aber kaum vom starken Auftritt ab. Songs wie ´Runner´, ´It´s My Race´ oder ´Starchild´ vom gleichnamigen Debüt Album STARCHILD (2014) sind durchweg gut und machen Bock auf mehr.

Weiter geht es mit einem absoluten Highlight. Die Könige des deutschen Power Metal, Michael Kiske und Kai Hansen geben sich mit ihrer Band Unisonic die Ehre. Aber auch hier gibt es zu Beginn wieder einen Sound-Fauxpas. Kiske setzt zum ersten Shout an und es passiert: Nichts.

Das Mikro ist stumm geschaltet. Kiske nimmt es aber mit Humor und der Rest des Gigs scheint der Sound auch stabil zu sein. Und was dann kommt stellt wirklich jeden anwesenden Fan zufrieden: Unisonic liefern Metal vom allerfeinsten. Songs wie ´Light of Dawn´ , ´Your Time Has Come´ (LIGHT OF DAWN, 2014) oder ´King For A Day´ (UNISONIC, 2012) zeigen eindrucksvoll, dass Unisonic weit über dem eigentlichen  Supporter-Status stehen. Und weils so schön ist, wird noch der Helloween Klassiker ´I Want Out´ (KEEPER OF THE SEVEN KEYS PART 2, 1988) geschmettert. Dieser Auftritt lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Großartig.

Obwohl man fast den Eindruck bekommen könnte, dies wäre bereits der Headliner gewesen, schaffen es Edguy noch einen drauf zu setzen.

Der Set Opener ´Love Tyger´ aus dem aktuellen Album SPACE POLICE – DEFENDERS OF THE CROWN (2014) ist ein gutes Beispiel für das, wofür Edguy stehen: Humor und jede Menge Spaß an der Musik. Wer den Humor Sammets zu verstehen weiß, der hat jede Menge Spaß an diesem Gig. Weiter geht es mit weiteren neuen Songs wie ´Defenders Of The Crown´ und ´Space Police´ (SPACE POLICE – DEFENDERS OF THE CROWN, 2014). Auch das Falco-Cover ´Rock Me Amadeus´ vom neuen Album zündet bestens.

Dass die fünf Hessen bereits auf eine lange Karriere zurück blicken können, merkt man spätestens am großen Song Repertoire. Neben dem neuen Album werden auch ältere Songs wie ´Superhero´ (ROCKET RIDE, 2006), ´Tears Of A Mandrake´ (MANDRAKE, 2001) und ´Lavatory Love Machine´  (HELLFIRE CLUB, 2004) gezockt. Bei ´Land Of The Miracle´ (THEATER OF SALVATION, 1999) wird wieder einmal klar, dass Tobias Sammet ein Meister der Schnulz-Balladen ist.

Von spaßig über gefühlvoll bis Fantasy: Edguy sind enorm vielfältig und präsentieren dies an diesem Abend bestens. Gepaart mit Sammets Entertainment-Künsten ist dieser Gig mehr als unterhaltsam.

Dass Edguy inzwischen bei den Großen angekommen sind, merkt man spätestens an der aufwendigen Bühnen-Show. Tolles Setting, gute Lichteffekte und ein 10m großer Space Police runden das Bild optisch ab.

Den Abschluss eines von Anfang bis Ende gelungenen Abends bildet ´King Of Fools´ (HELLFIRE CLUB, 2004). Lediglich die Sound-Patzer stoßen ein wenig übel auf.

Fazit: Entweder man liebt oder hasst Edguy. Viel dazwischen gibt es nicht. Doch dieser Abend hat wieder einmal bewiesen, dass die fünf Hessen es sich absolut verdient haben, in der obersten Liga mitzuspielen.

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