Toggle menu

Metal Hammer

Search

Im Pit bei: Manowar + HolyHell

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Wie kriegt man den Signal Iduna Park (immerhin das größte Fußballstadion Deutschlands mit knapp 80.000 Plätzen) in die wesentlich kleinere Westfalenhalle 3A? Frag den örtlichen Promoter der Dortmund Music Week. Die gewohnt tiefstapelnde Ankündigung der einzig wahren Vertreter des echten Heavy Metal, eine exklusive Headliner-Stadion-Show zu spielen, sorgte für Schmunzler.

Klappern gehört nun mal zum Handwerk – das ist nur legitim. Doch der Blick auf veröffentlichte Sitzpläne zeigte, dass mit der Südtribüne ohnehin nur ein Teil des Stadions genutzt werden sollte.

(…)

Knapp 2.500 Besucher machen den selbst ernannten „Kings Of Metal“ am heutigen Abend ihre Aufwartung, ein nicht unerheblicher Teil davon ist aus dem umliegenden Ausland angereist. Speziell „beneluxisch“ ist die subdominierende Sprache am Bierstand. Der Sound bei HolyHell ist zunächst grottig, besonders der Gesang von Frontröhre Maria Breon geht völlig unter.

(…)

40 Minuten später erklingt das gewohnte Intro, und mit der Bandhymne ‘Manowar’ sowie den üblichen Posen von DeMaio fällt der Startschuss. Sie halten sich für die Größten, die Besten, die Tollsten und die Fanfreundlichsten – messen wir Manowar also an ihren eigenen Worten und Werten. Die direkt zu Beginn in den Ring geworfenen Klassiker ‘Gates Of Valhalla’ und ‘Sign Of The Hammer’ sorgen für echte Gänsehautmomente – wenn da nicht dieser Sound wäre. Ja, es ist laut – aber irgendwie auch undifferenziert.

(…)

Der Bühnenaufbau ist relativ unspektakulär, und die silbernen Boxen kennt man schon von vergangenen Touren. Zwei Backdrops und eine durchschnittliche Lichtshow mit Anfängerfehlern wie unmotivierten Farbwechseln vermitteln nicht wirklich dicke Hose. Rein musikalisch betrachtet schmieden Manowar heute Qualitätsstahl – besonders Adams singt wie ein halbjunger Gott und schmettert Klassiker wie die nahtlos ineinander übergehenden ‘Fighting The World’ und ‘Kings Of Metal’ in die größtenteils austickende Meute. Für einen ersten Dämpfer sorgt dann das Gitarrensolo.

(…)

Inklusive der minutenlangen Feedback-Orgie (natürlich inklusive Reißen der Basssaiten) erreichen Manowar knapp zwei Stunden Programm – übrigens ohne einen Song vom neuen Album zu spielen. Auch wenn immer wieder musikalische Brillanz durchscheint: Unterm Strich war das, an den eigenen Maßstäben gemessen, eine „nur“ gute Leistung mit immer größer werdendem Spinal Tap-Faktor. Ob das im Sinne des Erfinders war?

Setlist

Manowar
Gates of Valhalla
Kill With Power
Sign of the Hammer
Fighting the World
Kings of Metal
Metal Warriors
Brothers of Metal Pt. 1
Call to Arms
The Gods Made Heavy Metal
Hand of Doom
King of Kings
Sting of the Bumblebee
The Power

Warriors of the World United
Hail and Kill
Black Wind, Fire and Steel


Mehr von dem Manowar-Konzert könnt ihr in der ausführlichen Geschichte in unserer September-Ausgabe lesen.
Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 5,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 09/12“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.
Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Anzeige

MagentaTV erleben: Digitales Fernsehen mit Internet- und Telefon-Flat zum Aktionspreis

Digital-TV mit Internet- und Telefon-Flat: Zeitversetzt fernsehen auf 100 Sendern/20 HD, Zugriff auf Streaming-Dienste, Serien & Filme in der Megathek

Jetzt Bestellen

Anzeige

teilen
twittern
mailen
teilen
Manowar verklagen Hellfest-Veranstalter

Erinnert ihr euch noch an den jüngsten Eklat mit und um Manowar? Die US-True-Metaller sollten auf dem Hellfest im französischen Clisson spielen, doch letztlich wurde daraus nichts - wenige Stunden vor dem angesetzten Gig wurde der Auftritt abgesagt. Laut den Festivalorganisatoren hätten Joey DeMaio und Co. das Gelände verlassen; die Gründe für die Absage lägen "jenseits unseres Willens", schrieben sie. Manowar meinten ihrerseits, das Hellfest hätte vertragliche Bedingungen nicht erfüllt. Nun legen die Musiker nach. Wie in einer Video-Aufnahme zu sehen ist (s.u.), hat DeMaio während des kürzlichen Konzerts in Istanbul behauptet, Manowar hätten die Hellfest-Veranstalter verklagt. "In Wahrheit haben…
Weiterlesen
Zur Startseite