Im Pit bei: Manowar + HolyHell

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Wie kriegt man den Signal Iduna Park (immerhin das größte Fußballstadion Deutschlands mit knapp 80.000 Plätzen) in die wesentlich kleinere Westfalenhalle 3A? Frag den örtlichen Promoter der Dortmund Music Week. Die gewohnt tiefstapelnde Ankündigung der einzig wahren Vertreter des echten Heavy Metal, eine exklusive Headliner-Stadion-Show zu spielen, sorgte für Schmunzler.

Klappern gehört nun mal zum Handwerk – das ist nur legitim. Doch der Blick auf veröffentlichte Sitzpläne zeigte, dass mit der Südtribüne ohnehin nur ein Teil des Stadions genutzt werden sollte.

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Knapp 2.500 Besucher machen den selbst ernannten „Kings Of Metal“ am heutigen Abend ihre Aufwartung, ein nicht unerheblicher Teil davon ist aus dem umliegenden Ausland angereist. Speziell „beneluxisch“ ist die subdominierende Sprache am Bierstand. Der Sound bei HolyHell ist zunächst grottig, besonders der Gesang von Frontröhre Maria Breon geht völlig unter.

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40 Minuten später erklingt das gewohnte Intro, und mit der Bandhymne ‘Manowar’ sowie den üblichen Posen von DeMaio fällt der Startschuss. Sie halten sich für die Größten, die Besten, die Tollsten und die Fanfreundlichsten – messen wir Manowar also an ihren eigenen Worten und Werten. Die direkt zu Beginn in den Ring geworfenen Klassiker ‘Gates Of Valhalla’ und ‘Sign Of The Hammer’ sorgen für echte Gänsehautmomente – wenn da nicht dieser Sound wäre. Ja, es ist laut – aber irgendwie auch undifferenziert.

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Der Bühnenaufbau ist relativ unspektakulär, und die silbernen Boxen kennt man schon von vergangenen Touren. Zwei Backdrops und eine durchschnittliche Lichtshow mit Anfängerfehlern wie unmotivierten Farbwechseln vermitteln nicht wirklich dicke Hose. Rein musikalisch betrachtet schmieden Manowar heute Qualitätsstahl – besonders Adams singt wie ein halbjunger Gott und schmettert Klassiker wie die nahtlos ineinander übergehenden ‘Fighting The World’ und ‘Kings Of Metal’ in die größtenteils austickende Meute. Für einen ersten Dämpfer sorgt dann das Gitarrensolo.

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Inklusive der minutenlangen Feedback-Orgie (natürlich inklusive Reißen der Basssaiten) erreichen Manowar knapp zwei Stunden Programm – übrigens ohne einen Song vom neuen Album zu spielen. Auch wenn immer wieder musikalische Brillanz durchscheint: Unterm Strich war das, an den eigenen Maßstäben gemessen, eine „nur“ gute Leistung mit immer größer werdendem Spinal Tap-Faktor. Ob das im Sinne des Erfinders war?

Setlist

Manowar
Gates of Valhalla
Kill With Power
Sign of the Hammer
Fighting the World
Kings of Metal
Metal Warriors
Brothers of Metal Pt. 1
Call to Arms
The Gods Made Heavy Metal
Hand of Doom
King of Kings
Sting of the Bumblebee
The Power

Warriors of the World United
Hail and Kill
Black Wind, Fire and Steel


Mehr von dem Manowar-Konzert könnt ihr in der ausführlichen Geschichte in unserer September-Ausgabe lesen.
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