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Im Pit bei: Pyogenesis + Johnny Deathshadow

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Seht oben in der Galerie Fotos von Pyogenesis und Johnny Deathshadow!

Johnny Deathshadow_41
Johnny Death Shadow

Es liegt wohl definitiv am Wetter und nicht an Johnny Deathshadow, dass am heutigen Donnerstag Abend nur sehr wenige Besucher ihren Weg ins Berliner Lido finden. Die vier Hamburger Jungs lassen sich ihre Laune dennoch nicht verderben und nehmen die Sache auf die beste Art und Weise: nämlich mit teils spitzfindigem Humor. „Sieben Leute sind mindestens da“, stellt Sänger Johnny erfreut fest oder bezeichnet das Publikum kurzer Hand als „Zuckermäuse“. In Wirklichkeit sind es tatsächlich ein paar mehr als sieben, wenn auch trotzdem zu wenige. Denn Johnny Deathshadow machen ihre Sache wirklich gut und hätten für ihre Mischung aus elektronischem Industrial, Metal und Punk-Attitüde durchaus weitere Zuschauer verdient. In imposanter Aufmachung und mit viel Schminke gibt die sympathische Truppe aus dem Norden acht ihrer Stücke zum Besten. Darunter auch ‘Shadow’ und zum finalen Abschluss ‘Kill The Lights’, aus dem in diesem Jahr erscheinenden Debütalbum BLEED WITH ME.

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Pyogenesis

Kurz vor Beginn des eigentlichen Hauptacts füllt sich der Saal zwar etwas, würde aber noch ordentlich Kapazität für weitere Besucher hergeben. Seit elf Jahren haben Pyogenesis keine Club-Show mehr in Deutschland gespielt. Somit ist das Konzert in Berlin nach Hamburg am Vortag also eine Art Premiere. Schade, dass dies nur so wenige wahrgenommen haben. Neben Liedern aus ihrem aktuellen Album wie ‘The Best Is Yet to Come’ und ‘This Won’t Last Forever’ (A CENTURY IN THE COURSE OF TIME, 2015) reisen die Stuttgarter mit Nummern wie ‘Fade Away’ (SWEET X-RATED NOTHINGS, 1994) oder ‘Love Nation Sugarhead’ (UNPOP, 1997) auch einige Jahre zurück in die Vergangenheit. Die Anhänger sind erfreut und zumindest die vorderen Reihen zeigen, dass sie feiern können. Natürlich beherrscht die Gruppe um Sänger und Gitarist Flo V. Schwarz ihr Handwerk, auch die Bühneninszenierung samt Lichtshow kann sich sehen lassen, trotzdem springt der Funke irgendwie nicht so ganz über. Mit den beiden Zugaben ‘Don’t You Say Maybe’ und ‘It’s On Me’ beenden die vier Musiker den Abend. Bei letzterem Song erhält Flo gesangliche Unterstützung von einem Fan, der angeblich extra aus England zum Konzert gekommen ist. Dieser kann seine Euphorie wohl nicht mehr bei sich halten und stürmt die Bühne. Nach einer Ladung Glitzerkonfetti verstummen die Instrumente endgültig und Pyogenesis verabschieden sich für heute aus Berlin.

Christin Kersten
Christin Kersten
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Galerie: Armored Saint, Nürnberg, Hirsch, 6.11.2018

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