Interview mit Metallica zu LULU, dem Koop-Album mit Lou Reed

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Wie passt Lou Reed in ein Gruppenbild mit Metallica? Als Andy Warhols musikalischer Fabrikvorsteher hat der Sänger, Gitarrist und Songschreiber von Velvet Underground in den Sechzigern Rockgeschichte geschrieben und sich danach als Solokünstler und grummelnder Geschichtenerzähler mit Meisterwerken wie TRANSFORMER (1972), BERLIN (1973) oder NEW YORK (1989) etabliert.

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James Hetfield verbindet ohnehin noch mehr mit dem Mann: „Als ich in Kalifornien aufwuchs, stand Lou Reed für mich immer für New York. Ich war ein Skater-Kid, das keine Ahnung von der Ostküste hatte, da ich noch nie dort gewesen war. Und alles, was Lou Reed verkörperte, stand für mein Bild, das ich von New York hatte, ohne die Stadt zu kennen. Damals war ich natürlich musikalisch längst noch nicht so gebildet wie heute und auch nicht so offen“, erklärt Hetfield.

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Auf LULU kollidieren diese zwei Universen nun. „Als Lou und seine Leute in unser Hauptquartier kamen, um sich alles anzusehen, begannen wir, ehe wir‘s uns versahen, mit den Aufnahmen und hatten binnen kürzester Zeit sieben der Songs im Kasten“, verkündet Hetfield nicht ohne Stolz und erklärt das oberste Gebot der Zusammenarbeit: „Es dreht sich alles um die Texte. Was versucht er rüberzubringen? Wie ist das Gefühl? Was auch immer das Gefühl ist, lass es uns verstärken.“ Und auch Lars Ulrich teilt keine der eingangs geäußerten Bedenken über die logische Konsequenz des Zusammenschlusses. „Ich finde keineswegs, dass diese Kombination überraschend oder unpassend ist. Wir haben bei Metallica niemals konform agiert, haben nie den Erwartungen entsprochen, sind immer musikalische Risiken eingegangen.“

Noch mehr Hintergründe und Fakten aus dem Gespräch mit Metallica findet ihr in unserer November-Ausgabe. Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 6,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Einzelheft Metal Hammer 11/11“ an einzelheft@metal-hammer.de schicken.

Generell können natürlich alle Hefte auch einzeln nachbestellt werden – alle Infos dazu findet ihr unter www.metal-hammer.de/einzelheft.

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Ohne Metallica gäbe es Diamond Head vielleicht nicht mehr

Ein großer Einfluss für Metallica waren und sind bekanntlich Diamond Head. Deshalb haben James Hetfield und Co. auch ein paar Songs der britischen Heavy Metal-Formation gecovert, darunter ‘Am I Evil?’ als B-Seite auf der ‘Creeping Death’-Single aus dem Jahr 1984. Nun hat Diamond Head-Gitarrist Brian Tatler in einem neuen Interview (siehe Video unten) die Bedeutung dieser Cover für seine Band herausgestellt. Wichtiger Rückenwind "Ich denke, wenn Metallica Diamond Head nicht gecovert hätten, hätte ich mich anderswo nach Arbeit umgeschaut", gibt Tatler unumwunden zu. "Ich glaube, es wäre schwieriger gewesen, Diamond Head ohne die Einführung in ihre Fangemeinde am Laufen zu halten.…
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