Jerry Cantrell mag die Beständigkeit ohne Alkohol

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Alice In Chains sind eines dieser tragischen Beispiele, was Alkohol und harte Drogen anrichten können. Von der Originalbesetzung sind lediglich Gitarrist Jerry Cantrell und Schlagzeuger Sean Kinney am Leben. Sänger Layne Staley verstarb 2002 an einer Überdosis, und Bassist Mike Starr 2011. Sowohl Cantrell als auch Kinney haben den Drogen vor vielen Jahren abgeschworen.

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Im Interview mit dem Broken Record-Podcast wurde Jerry Cantrell kürzlich gefragt, wie sich sein Songwriting weiterentwickelt oder verändert hat, nachdem er inzwischen seit mehr als zwei Jahrzehnten nüchtern ist. „Ich habe auf beide Arten einige wirklich gute Songs geschrieben. Ich denke also, dass beide Wege funktionieren. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der es funktionierte und dann nicht. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, muss man einen neuen Weg finden, es zu tun. Ich habe diese Veränderung vor ungefähr 21 Jahren durchgemacht. Ich denke, ich schreibe noch immer genauso wirkungsvolle, seltsame, beschissene Musik, wie ich es als Abhängiger getan habe.“

Der Mythos

Auch glaube er nicht, dass Alkohol- und Drogenmissbrauch „eine Voraussetzung dafür ist, gute Musik zu schreiben. Es ist Teil des Mythos, ein Musiker und Künstler zu sein.“ Cantrells Meinung nach, müsse jeder solch eine Periode durchmachen. Auf sich und seine verstorbenen Band-Kollegen bezogen, erklärt er: „Ich wusste, dass es attraktiv und ansprechend für mich war – trotz all der Anzeichen früher Todesfälle und der Tatsache, dass es für die Menschen nicht funktionierte. Ich dachte ,Hey, das wird mir nicht passieren.‘ Ich bin mir sicher, dass sie das auch dachten. Also verunglimpfe ich es nicht.“

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„Ich bin seit über 21 Jahren nüchtern und es fehlt mir immer noch, mich abzuschießen. Weil es Spaß macht, aus dem eigenen Kopf zu gehen. Es ist cool, mit seltsamen Leuten abzuhängen; die verschiedene Szenarien und andere Gemütsverfassungen, in die man sich versetzen kann, wenn man high ist. Ich werde es also nicht aus der Hand legen, weil ich es getan habe und viele gute Sachen gemacht habe. Aber irgendwann hat es bei mir nicht mehr funktioniert“, reflektiert Jerry Cantrell offen.

Eine andere Version

Letzlich habe er herausgefunden, dass er weiterhin großartige Musik herausbringen könne, ohne sich dafür volldröhnen zu müssen. Inzwischen sei er auch zu alt für einen derartigen Lebensstil. „Es würde mich verdammt noch mal umbringen. Also muss ich diese Version von mir sein, die mir sehr gefällt. Ich mag das Leben. Ich mag die Beständigkeit des Lebens jetzt.“ 

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