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John Dolmayan ruft zur Inhaftierung von Charlize Theron auf

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Medienkompetenz ist in Zeiten Sozialer Medien wichtiger denn je. Dennoch fehlt es vielen an der nötigen Fähigkeit, Postings auf Sozialen Kanälen kritisch zu hinterfragen. System Of A Down-Schlagzeuger John Dolmayan forderte beispielsweise zuletzt, Schauspielerin Charlize Theron aufgrund von Äußerungen zur Sexualität und Geschlechtsidentität ihrer Kinder einzusperren. Dabei stammte das Zitat nicht von ihr.

Post-Reinfall

Dolmayan teilte einen Zitat-Post in seiner Instagram-Story, auf dem ein Foto von Charlize Theron zu sehen war. Außerdem der Satz: „Was mich antreibt, ist, dass all meine Kinder queer sind. Mein ältestes Kind ist nichtbinär. Mein Sohn ist schwul und mein jüngstes Kind ist fluid.“ Der Schlagzeuger kommentierte darunter: „Diese Frau sollte in einer psychiatrischen Klinik sein, oder im Gefängnis. Diese Kinder werden psychisch missbraucht. Statistisch unmöglich.“ Screenshots des homophoben Postings liegen The PRP vor.

Das Zitat wurde im Post fälschlicherweise Charlize Theron zugeschrieben. Zwar ist Theron die Mutter zweier Adoptivkinder, von denen eines transsexuell ist, das Zitat stammt aber in Wahrheit von Schauspielerin Macia Gay Harden. Der inkorrekte Post wurde ursprünglich vom rechtskonservativen Nachrichtensprecher David Harris Jr. veröffentlicht.

Politisches Spannungsfeld

Es ist nicht das erste Mal, dass Dolmayan mit seinen rechtskonservativen Ansichten für Aufsehen sorgt. Nicht nur unterstützt der Schlagzeuger den US-Präsidenten Donald Trump. Auch fiel er schon mit Kommentaren bezüglich der antirassistischen Menschenrechtsbewegung Black Lives Matter und verschwörungstheoretischen Kommentaren bezüglich der Coronapandemie auf.

Innerhalb System Of A Down kam es wegen der Ansichten des Schlagzeugers schon zu Spannungen mit Frontmann Serj Tankian. Dennoch schafft es die Band, ihre extremen Differenzen beiseitezulegen. Tankian erklärte schon 2020 auf Instagram: „Mein Schlagzeuger und Schwager John Dolmayan, den ich trotz unserer extrem gegensätzlichen politischen Einstellungen liebe und respektiere, war immer mein treuer Verbündeter, wenn es um die Anerkennung des armenischen Genozids ging.

Der Online-Hass und die Dummheit gegen ihn und mich sind mit nichts zu rechtfertigen. Social Media hat eine verzerrte, digitale Gesellschaft erschaffen, die teilweise von dieser Realität lebt. Denkt dran, dass, ungeachtet der Haltung, nur Künstler, denen etwas wirklich am Herzen liegt und die mit Leidenschaft bei der Sache sind, riskieren, ihre Fangemeinde zu verprellen, um für das einzustehen, was sie für die Wahrheit halten.“


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