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Keine Politik – trotz Song und Video für die National Guard

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Nein, leicht war es nicht, das vierte Album zu schreiben. 3 Doors Down waren ausgebrannt, fühlten sich nicht mehr als Teil der realen Welt, sondern gefangen im Neben-Universum des Rock’n’Roll. Dank einer Auszeit und anschließendem relaxten Arbeiten in der Abgeschiedenheit von Nashville geriet das vierte Album, schlicht 3 DOORS DOWN getauft, dann aber doch noch zur starken und überzeugenden Scheibe.

Auch Gitarrist Chris Henderson ist sehr stolz auf Album Nummer Vier. Die Musiker ließen sich Zeit und scherten sich um nichts – sie taten und schrieben, was sie wollten. Und genau das war auch der Grund, warum das erste Video, das Fans zum Album bekamen, das zu ‘Citizen/Soldier’ war. Es zeigt US-Pathos getränkte Bilder einer stilisierten und ikonographierten National Guard, die heldenhaft für die Sicherheit des Landes kämpft.

Ein politischer Song mit einem politischen Statement im Video? Mitnichten, findet Chris Henderson. „Das ist absolut kein politischer Song, sondern lediglich ein Song für die Menschen in der National Guard. Sie sind ja nicht nur im Ausland für uns aktiv, sondern waren auch nach Katastrophen wie dem Hurrikan Kathrina in New Orleans vor Ort und halfen.“

Dass es überhaupt zu Song und Video kam, wirkt auf den ersten Blick überraschend. Es ist nämlich eine Auftragsarbeit. „Sie haben uns gefragt, ob wir es machen wollen. Solche Fragen kommen immer wieder an verschiedene Bands, aber die wenigsten Bands haben die Eier, es auch zu machen,“ erklärt Chris Henderson. „Uns waren die Meinungen Anderer aber egal, also schrieben wir den Song und drehten das Video.“ Ein Video, das von der National Guard auch zur Rekrutierung eingesetzt wird.

Der Song ‘Citizen/Soldier’ selber ist dabei genauso überzeugend und typisch 3 Doors Down, wie das ganze Album. Man sollte halt nur nicht über den politischen Gehalt mit dem zwar ziemlich zuvorkommenden, aber auch überzeugten und selbstsicheren Gitarristen diskutieren wollen. Gut, dass sich das leicht vermeiden lässt, denn von ‘Citizien/Soldier’ abgesehen, halten sich 3 Doors Down auch auf dem vierten Album von politischen Kommentaren fern.

„Wir sind keine politische Band und wollen es auch nicht sein. Im Rock’n’Roll geht es darum, eine gute Zeit zu haben und den Problemen des Alltags zu entkommen. Und das hoffen wir, mit dem neuen Album bieten zu können. Immerhin ist es positiver, als unsere bisherigen Alben und nicht mehr so düster,“ erklärt Chris Henderson seine Sicht auf Rock’n’Roll.

Wer 3 Doors Down und ihre eingängige Mischung aus Post Grunge und radiotauglichem Alternative Rock mag, wird auf jeden Fall auch 2008 wieder auf seine Kosten kommen – so viel ist klar. Denn wie der Titel durch den Selbstbezug andeutet, zielen die zwölf neuen Songs direkt auf das Herz der Band ab. Und das hat seit dem Durchbruch mit dem Hit ‘Kryptonite’ (2000) weltweit viele Millionen Fans.

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Saitenhieb: Was will eigentlich dieses ganze komische Publikum hier?

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